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Magie und Sprache

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Edited By Carlotta von Maltzan

Im Zeitalter der Globalisierung und nach der kulturwissenschaftlichen Wende verdient eine Auseinandersetzung mit den Bedeutungsdimensionen der Magie und Sprache in der Literatur im Kontext afrikanisch-europäischer Beziehungen erneute Aufmerksamkeit. Untersucht wird deshalb die Wahrnehmung von Praktiken der Magie und sprachlichen Handlungen in verschiedenen Gesellschaften. Unterliegt sie kulturellen Deutungsmustern? Wie interpretiert der nach Afrika reisende Europäer Lebensweisen dortiger Einwohner wie etwa in Texten von Ilija Trojanow (Ostafrika), Olaf Müller (Namibia), Yoko Tawada oder Ruth Weiss (Südafrika)? Wie bewertet er Rituale und magische Praktiken in Kenia (Loesch), wie blutige Auseinandersetzungen in Ruanda (Bärfuss, H.C. Buch) oder sprachliche Handlungen wie die der Namensgebung? Eine andere Umsetzung finden Magie und Sprache im europäischen Kontext, von der Rolle des Sprachmagiers bei Thomas Mann, Joseph Roth und Johannes Bobrowski bis zur Sprachmagie im Sinne Benjamins, als Beschwörung bei Paul Celan, im magischen Denken bei Alissa Walser und als Entzauberung bei Wolfgang Koeppen. Dieser Band präsentiert Ergebnisse der Tagung «Magie und Sprache», die im April 2011 an der Universität Pretoria in Südafrika stattfand.

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Rolf Annas – Wie verzaubert. Deutsche Waisenkinder in Südafrika 173

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Wie verzaubert. Deutsche Waisenkinder in Südafrika Rolf Annas (University of Stellenbosch) Deutsche Einwanderer in Südafrika so wie auch die Rolle und Situation der deutschen Sprache im Lande sind zwei Themen, die in der Forschung der letzten Jahrzehnte immer wieder Beachtung gefunden haben. Mehrere Stu- dien untersuchen die deutschsprachigen Südafrikaner,1 den Stand bzw. die Rolle der deutschen Sprache,2 den Einfluss der Deutschen auf das Buren- tum,3 oder es werden individuelle Gruppen von Einwanderern und deren Schicksal oder Assimilation in der neuen Heimat dargestellt: Deutsche Mis- sionare und deren Nachkommen im 18. und 19. Jahrhundert,4 deutsche Bauern und Soldaten zwischen 1857 and 1878 – die sog. Kaffraria- Deutschen,5 die Nataler oder Hermannsburger Deutschen,6 die Philippi- Deutschen,7 die deutschen Lutheraner am Kap.8 Sie alle gehören zu den 1 Elizabeth de Kadt: German speakers in South Africa. In: Language in South Africa. Hrsg. von Rajend Mesthrie. Cambridge: University Press, 2002, 148–160. 2 Eckardt Bodenstein: Die Rolle der deutschen Sprache in Südafrika. In: Deutschunterricht im Südlichen Afrika 26 (1995), Heft 2, 34–53; Katharina Franke: „We call it Springbok-German!“: Language contact in the German communities in South Africa. PhD Dissertation, Monash University. Melbourne 2008. [Abruf 09.06.09] 3 Werner Schmidt-Pretoria: Der Kulturanteil des Deutschtums am Aufbau des Burenvolkes. Hannover: Hahnsche Verlagsbuchhandlung, 1938; G.P.J. Trüm- pelmann, Die Duitse bydrae tot die ontwikkeling van Suid-Afrika. In: Kultuur- geskiedenis van die Afrikaner, Hrsg. von P. de V. Pienaar. Kapstadt: Perskor, 1968, 45–58. 4 Arthur...

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