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Studien zur «Biblia pauperum»

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Hanna Wimmer, Malena Ratzke and Bruno Reudenbach

Die Handschriften der um die Mitte des 13. Jahrhunderts entstandenen Bibelbearbeitung, die als Biblia pauperum bezeichnet wird, enthalten nicht einen fortlaufenden Text, sondern eine Folge von Bildern alt- und neutestamentlicher Ereignisse, die mit biblischen und exegetischen Texten kombiniert sind. Die «Studien zur Biblia pauperum» befassen sich mit dem allgemeinen Anlagekonzept dieser typologisch angelegten Folge, vor allem aber mit einer Analyse der Seitendispositionen und der damit immer wieder neu organisierten Anordnung von Bildern und Texten sowie mit der exemplarisch an einer Handschrift untersuchten Praxis des Umschreibens und Weiterbearbeitens der Texte. Die damit vorgeführte Vielfalt an Erscheinungsformen und das darin erkennbare kreative Potenzial verbieten es, die Geschichte der Biblia pauperum wie bisher als Abkehr von einem verbindlichen Ursprungskonzept und als Verfallsgeschichte zu lesen. Vielmehr wird in diesen Studien die handschriftliche Überlieferungsgeschichte als ein dynamischer Prozess permanenter Neugestaltung und -interpretation erkennbar.
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Hanna Wimmer - Ein neuer Blick auf die Seitendisposition in Biblia pauperum-Handschriften

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HANNA WIMMER

Ein neuer Blick auf die Seitendisposition in Biblia pauperum-Handschriften

Einleitung: Jenseits des Verfalls-Narrativs S. 31 – 1. Die diagrammatische Seitendisposition und ihre Variationen in den frühen Handschriften – S. 37 – Die Einfügung von Architekturelementen S. 41 – Das Quincunx-Schema und seine Variationen S. 44 – Zusammenfassung S. 49 – 2. Vereinfachungen der frühen Seitenschemata: Rasterstrukturen und ihre Konsequenzen für die visuelle Organisation S. 51 – 3. Seitendispositionen mit nur einer typologischen Gruppe S. 55 – Seitenformat und Seitenschema S. 58 – Inhaltliche Erweiterungen der typologischen Gruppen S. 62 – Zweisprachige Handschriften S. 66 – Zusammenfassung S. 69 – 4. Die Biblia pauperum als Lesebuch? Seitenschemata in Handschriften des ›deutschen erzählenden Typs‹ S. 70 – Lektionen als Glossen S. 71 – Lektionen als Fließtext S. 73 – Zusammenfassung S. 77 – 5. Neustrukturierungen des Seitenschemas nach dem Vorbild anderer Handschriftentypen S. 78 – 6. Die Biblia pauperum als Bilderbuch? Andere Neukonzeptionen des Seitenschemas im 15. Jahrhundert S. 86 – Statische und vegetabile Strukturmetaphern S. 87 – Das Triptychon-Schema und seine Weiterentwicklung S. 90 – Zusammenfassung S. 97 – Biblia pauperum-Handschriften: Die kontinuierliche Reinterpretation eines Konzepts S. 98

Einleitung: Jenseits des Verfalls-Narrativs

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