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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Laßwitz, Kurd (Henning Franke)

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Henning Franke

Laßwitz, Kurd

Biographie

Geboren am 20. April 1848 in Breslau als Sohn des Kaufmanns, Fabrikbesitzers und preußischen Landtagsabgeordneten Karl Laßwitz. 1866–1874 Studium der Mathematik und Physik an den Universitäten Breslau und Berlin, unterbrochen durch den Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger im Deutsch-Französischen Krieg 1871. In Breslau 1873 Promotion, 1874 Staatsexamen für das höhere Lehramt in den Fächern Mathematik, Physik, Geographie und Philosophie. Lehrtätigkeit an Gymnasien in Breslau, Ratibor und ab 1876 dauerhaft in Gotha, seit 1884 als Gymnasialprofessor. Seit der Studentenzeit Publikationen humoristischer Kurzgeschichten. Zeitungsveröffentlichung der ersten Zukunftserzählung „Bis zum Nullpunkt des Seins“ 1871, der zweiten, „Gegen das Weltgesetz“ 1877; in Buchform erschienen beide unter dem gemeinsamen Titel „Bilder aus der Zukunft“ 1878. In der Belletristik danach zunächst nur noch Publikationen phantastischer Kurzgeschichten, die auf Anregung Bertha von Suttners 1890 unter dem Titel „Seifenblasen“ gesammelt in Buchform erschienen: Vorrangig versuchte Laßwitz in der Hoffnung auf eine Universitätslaufbahn, durch Fachaufsätze und Rezensionen wissenschaftlicher Literatur Verbindung zur akademischen Forschung zu halten; fachliche Kontroversen, die sich daraus ergaben, verarbeitete er 1884 unter dem Pseudonym Velatus im Roman „Schlangenmoos“. Das wissenschaftliche Hauptwerk wurde 1890 die zweibändige „Geschichte der Atomistik vom Mittelalter bis Newton“. Da die Hoffnung auf den Ruf an eine Universität sich nicht erfüllte, Reduzierung und schließlich völlige Einstellung der fachwissenschaftlichen Publikationen. Stattdessen vermehrt populärwissenschaftliche Veröffentlichungen – mit dem H...

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