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Religion und Politik

Historische und aktuelle Konstellationen eines spannungsvollen Geflechts

Series:

Jörg Dierken and Dirk Evers

Religion und Politik bilden seit jeher ein spannungsvolles Geflecht wechselseitiger Begründungs- und Abgrenzungsprozesse. Die in diesem Band versammelten Autoren beleuchten historische und aktuelle Konstellationen dieser Prozesse durch die Verschränkung von systematischen und historischen Perspektiven. So reicht die Spannweite der Beiträge von der Frühzeit des Christentums über die Reformation bis hin zu Schelling, Schleiermacher, Troeltsch und Barth, während gleichzeitig aktuelle Debatten u.a. zur Theologie in der DDR, zur Bedeutung der Menschenrechte, zum Konzept der inneren Führung und zur Flüchtlingsdebatte kritisch nachgezeichnet werden.

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Zur Genese der Theologie Barths in der Abwendung von Wilhelm Herrmann

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Abstract Starting with that kind of individualist-ethical theology which Barth developed before World War I following Wilhelm Herrmann, this essay will show how Barth’s critique of human ways of normative assignment in ethics leads to a new theological foundation of ethics, now reflecting on the foundational function of normative orientation. This will be elaborated and explained by reflecting its Christological, Trinitarian and scripture related dimensions. Normative structures of justification and historical-developmental notions will be understood as deeply intertwined. Out of this process, the fundamental notion of theology developed, which Barth had promoted since 1919.

Einleitung

Weite und zentrale Teile des Werks von Hartmut Ruddies gelten der Frage nach den historischen Umständen, Bedingungen, Inhalten und Konsequenzen des theologiegeschichtlichen Übergangs von der liberalen zur dialektischen Theologie.1 Die zentrale Figur in diesem Kontext ist dabei immer wieder Karl Barth und die Entwicklung seiner Theologie gewesen. Im Blick auf die Arbeiten Ruddies’ fällt allerdings auf, dass er die historische Frage nach der Genese der dialektischen Theologie immer zugleich mit der Frage nach der Sachhaltigkeit der Theologie im Sinne einer Eigenständigkeit der Religion verknüpft. Bei dem Versuch, diese von ihm immer wieder behauptete „eigentümliche Realität der Religion im Ensemble der Kultur“2 näher zu bestimmen, fällt allerdings auch auf, dass hier erstaunlich wenig systematische Anstrengungen unternommen wurden.←141 | 142→ Insbesondere der historische Liberalismus Harnacks und Troeltschs wird tendenziell als ein ‚Kulturprotestantismus‘ verstanden, der die Religion in die Kultur aufgelöst und...

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