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Imitat, Zitat, Plagiat und Original in Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit

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Edited By Andreas Beck and Nora Ramtke

Dieser Sammelband lotet die facettenreiche Praxis des Imitats, Zitats, Plagiats sowie der Herstellung von ‚Originalen‘ in Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit aus. Die versammelten Fallstudien behandeln nicht nur Gegenstände germanistischer Literaturwissenschaft, sie bewegen sich auch auf dem Gebiet anderer Philologien sowie im Bereich von Malerei, Architektur und Druckgraphik. Ihr gemeinsames Anliegen ist, die Epoche der Frühen Neuzeit von ihr eigentümlichen Organisationsformen des künstlerischen Materials her in den Blick zu nehmen. So leistet der Band einen Beitrag zu einer Literatur- und Kulturgeschichte als einer Geschichte künstlerischer Verfahren. Auf einer beiliegenden CD ergänzt eine elektronische Edition der rekonstruierten Originalfassung des ‚Trophaeum Mariano-Cellense‘ den Band.

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Vorwort (Andreas Beck / Nora Ramtke)

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Andreas Beck und Nora Ramtke

Vorwort

Originell ist das Thema ‚Imitat, Zitat, Plagiat und Original in Literatur1 und Kultur der Frühen Neuzeit‘ nicht2 – und auch das Anliegen, das wir mit den hier versammelten Aufsätzen verfolgen, ist nicht neu. Wenn wir den vorliegenden Band als Beitrag zu einer ‚Literaturgeschichte als einer Geschichte literarischer Verfahren‘ verstehen, bzw. genauer, weil allgemeiner: als Beitrag zu einer ‚Geschichte künstlerischer Produktion als einer Geschichte künstlerischer Verfahren‘, dann greifen wir als germanistische Literaturwissenschaftler eine Anregung Moritz Baßlers auf. Er hat jüngst, an den russischen Formalisten orientiert, in seiner Studie Deutsche Erzählprosa 1850–1950. Eine Geschichte literarischer Verfahren3 nachdrücklich gefordert, verstärkt „über das künstlerische ‚Material‘ und die Verfahren←7 | 8→ seiner Verarbeitung und Verknüpfung zu sprechen und darüber – und weniger über Inhalte […] – auch Epochen […] zu unterscheiden“.4

Dem wollen wir Rechnung tragen: Die folgenden Beiträge profilieren Imitieren, Zitieren, Plagiieren sowie die Herstellung von ‚Originalen‘ als Verfahren der Organisation künstlerischen Materials, der Erzeugung von Artefakten. Dies geschieht in prägnanten Fallstudien, deren Gegenstände zwischen dem ausgehenden 15. und dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts angesiedelt sind und die nicht allein in den Zuständigkeitsbereich germanistischer Literaturwissenschaft fallen, sondern auch (bzw. mitunter zugleich) in den der Romanistik, Latinistik und nicht zuletzt der Kunst- und Architekturgeschichte. Derart soll unsere Aufsatzsammlung in jenem großzügigen zeitlichen Rahmen an einem breitgefächerten Spektrum von Artefakten,5 ohne deren Verschiedenheit und Spezifik...

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