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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 6

Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kognition der Mehrsprachigkeit», darauf folgt die Sektion «Das Lernen und Lehren der deutschen Sprache in einer mehrsprachigen Welt: sprachpolitische Bedingungen und Ansätze». Die Sektion «Die Rolle des Sprachvergleichs beim Erwerb des Deutschen» beschließt den Band.

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Anrede- und Grussformen: Kontrastive Ansätze für den fremdsprachlichen Deutschunterricht in Italien (Max Schlenker)

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Max Schlenker (Cagliari, Italien)

Anrede- und Grussformen: Kontrastive Ansätze für den fremdsprachlichen Deutschunterricht in Italien

1. Vorbemerkungen

Gruß- und Anredeformen unterliegen ständigem Wandel und Moden. Diese Veränderungen haben jedoch unter dem Einfluss der Neuen Medien und der aus ihnen entstandenen neuen Kommunikationsgewohnheiten erheblich an Dynamik gewonnen. Bis hin zu dem Punkt, dass – z. B. bedingt durch Faktoren wie Alter, Status oder Bildungshintergrund – Verwerfungen in der Kommunikation auftreten können. Ausgehend von dieser These stellt sich die Frage, wie fremdsprachlicher Deutschunterricht auf den gestiegenen Anspruch im Umgang mit Anrede- und Grußformen reagieren kann. Mit Bezug auf ein aktuelles Lehrwerk (DaF Kompakt, Klett 2011) wird eine Unterrichtseinheit vorgestellt, die durch ihren kontrastiven Ansatz das Sprachbewusstsein für eine zeitgemäße Gruß- und Anredepragmatik schärfen soll.

Indizien für die eingangs erwähnte These finden sich sowohl in den Medien als auch in der Sprachwissenschaft. So wird beispielsweise in der FAZ der Umgangston im öffentlichen Raum als „Pausenhofsprache“ (FAZ, 21.09.2011) bezeichnet und auch die österreichischen Medien stellen fest, dass sich etwas bei den Grußformen geändert hat: „Österreich grüßt Gott nicht mehr“ (Die Presse, 27.04.2012). Zu bemerken ist, dass vor allem zwischen den Generationen oder vielmehr in der Sicht der älteren auf die jüngeren Generationen Unverständnis und Unzufriedenheit herrscht: „Fragt man die Erwachsenenwelt nach deren Einschätzung zum „Begrüßungssprachgebrauch“ der Jugendlichen, findet man heraus, dass sie diesen […] häufig (84 %) als...

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