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A tradução em movimento

Figurações do traduzir entre culturas de Língua Portuguesa e culturas de Língua Alemã

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Edited By Susana Kampff Lages, Johannes Kretschmer and Kathrin Sartingen

Para germanistas atuantes em países lusófonos ou lusitanistas em países de língua alemã, a tradução é ferramenta diária e essencial ao trabalho. Mas como tornar essa prática objeto de investigação sistemática? De que forma a tradução e seus desafios auxiliam o pesquisador que opera no campo dos estudos literários? Esta coletânea constitui uma reunião de estudos que tomam a tradução, sua prática, seus desafios e questionamentos, como ponto de partida para abordar temas caros aos estudos literários e culturais. A partir do estudo da obra de autores como Haroldo de Campos, Jorge de Sena, Vilém Flusser, Franz Kafka, Walter Benjamin, entre outros, os autores buscam refletir sobre o papel das relações entre tradução, exílio, identidade, história e filosofia.

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Übersetzung von Subjektivität in der freudschen Psychoanalyse und im Werk Vilém Flussers (Pedro Heliodoro Tavares)

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Pedro Heliodoro Tavares

Übersetzung von Subjektivität in der freudschen Psychoanalyse und im Werk Vilém Flussers1

Flusser und Freud weisen gewisse Gemeinsamkeiten auf: beide sind mehrsprachig und jüdischer Abstammung. Sie waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um dem tragischen Schicksal zahlreicher Verwandter zu entkommen. Beide waren gezwungen, ihr Land und die deutsche Sprache, die für sie das wichtigste Instrument für Reflexion und Ausdruck war, aufzugeben. Sie erfuhren am eigenen Leib das Unbehagen und die Missverständnisse eines Individuums in einer bestimmten Sprache und Kultur; jeder formulierte neue und anspruchsvolle Ideen, um Wege aus dieser Sackgasse zu suchen.

In einer ähnlichen Untersuchung zu einem weiteren Doppelgänger Freuds, dem Autor und Dramaturgen Arthur Schnitzler, wurde eine vergleichbare Herangehensweise angewendet wie in dieser Arbeit, die die bei Freud behandelten sprachlichen Phänomene wie beispielsweise Schreibstil, Erzählkonstruktionen sowie subjektive Ausdrucksmöglichkeiten und Bedeutungen diskutieren wird. Beide waren ursprünglich Mediziner, Juden, Wiener, assistierten Theodor Meynert, interessierten sich für Aphasien und Hysterie, lebten fast zur selben Zeit. Die Parallelen zwischen Flusser und Freud ergeben sich nicht vornehmlich aus zeitlichen Gemeinsamkeiten, es handelt sich vielmehr um einen „Generationswechsel“ im Hinblick auf die Reflexion über das unausweichliche Unbehagen des „sprechenden Subjekts“ in kulturellen Kontexten jenseits nationaler und intellektueller Grenzen. Dieser Übergang geschah durch den Zweiten Weltkrieg, der das Ende des einen und den Beginn des anderen Denkens markiert.

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