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Grenzen des Wachstums

Eine Annäherung in 16 Essays

Edited By Andreas Koch and Martina Winkler

Die aktuellen Debatten zeigen, wie schwierig es ist, Grenzen zu ziehen und Grenzwerte festzulegen. Ohne Grenzen jedoch, fehlen uns Orientierung und Positionierung. Viele Grenzen unseres alltäglichen Lebens sind nicht von Natur aus vorgegeben, sie unterliegen vielmehr einem aktiven und partizipativen Aushandlungsprozess. Die Schwierigkeit der Grenzziehung zeigt sich vor allem beim Begriff des Wachstums. Der vorliegende Band nimmt sich der Herausforderung an, Grenzen des Wachstums in den Bereichen Ökonomie, Medien, Kommunikation, Migration und Gesellschaft in essayistischer Weise aufzuzeigen.

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Stefanie Hürtgen: Kritik an der marktorientierten Konsumkritik

Kritik an der marktorientierten Konsumkritik

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Stefanie Hürtgen

Abstract: Consumption is related to (re-)production. Therefore, individual abdication of certain products or services is not sufficient to change neoliberal market mechanisms. It is, at least, likewise important to change the ways how and where we produce our goods and services.

Keywords: consumption and production, methodological individualism, economic and spatial scales

In vielen Seminaren kommen wir mit den Studierenden auf Konsum- und Wachstumskritik zu sprechen. Das ist sehr zu begrüßen, nicht umsonst gibt es auch eine breite wissenschaftliche Debatte über das ‚Ende des Wachstums‘, ‚Postwachstumsgesellschaften‘ und ähnliches. Über eine andere Ausrichtung von Ökonomie, und damit unserer Arbeits- und Lebensweise, ist in der Tat dringend nachzudenken. Das bei Vielen – und eben auch vielen Studierenden – verbreitete Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann, ist nicht falsch, im Gegenteil. Und doch möchte ich gewissermaßen solidarische, aber eben doch Kritik üben. Denn Konsumverzicht und ‚weniger Wachstum‘ scheinen mir die falschen Begriffe, die falschen Schlagworte für das zu sein, worum es gehen sollte. Ich möchte die Kritik in drei Schritten darstellen. Am Ende gibt es eine Zusammenfassung.

Wenn wir diskutieren, was ‚Konsum‘ ist, dann kommen in den Diskussionen von Seiten der Studierenden immer wieder ähnliche Beispiele: die Klamotten, die man viel zu schnell und je nach Mode wechselt, die Smartphones und Fernsehbildschirme, die ständig auf dem neuesten Stand sein müssen, das möglichst prestigeträchtige Auto (oder mittlerweile auch Fahrrad) etc. Wir kommen dann meist...

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