Show Less
Restricted access

Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

Show Summary Details
Restricted access

Kants „Kontextualismus“. Zur Logik des Machens der Erfahrung nach Kant (Thomas Sören Hoffmann (Hagen))

Extract

Thomas Sören Hoffmann (Hagen)

Kants „Kontextualismus“

Zur Logik des Machens der Erfahrung nach Kant

Im Werk Kurt Walter Zeidlers findet sich regelmäßig der energische Hinweis auf die durchaus beschränkte Reichweite der logischen Form des Urteils. So heißt es schon in dem Aufsatz „Urteil und Schluß“ von 1983 programmatisch, daß es bei einer „aus der Kritik der Kantischen Auffassung erwachsenden Transformation der Logik“ darum gehen müsse, „den Vorrang des Schlusses (Vernunft) vor dem Urteil (Verstand) zu erweisen, um solcherart einen neuzeitlichen Begriff eines wahrhaft Allgemeinen und eines wahrhaft Einzelnen zu erschließen, jener Allgemeinheit und Einzelnheit, die im Urteil nur isoliert und als Bedingte (Besondere) gegeben sind“.1 Wenn dabei die beiden wichtigsten Anker für ein weitgehendes Vertrauen in die Form des Urteils, ja für die Etablierung einer regelrechten „Urteilsphilosophie“ zum einen Aristoteles,2 zum anderen Kant3 sind, mit dessen urteilslogisch ansetzender Konstitutionstheorie das Urteil über die Dimension der „Bestimmung“ hinaus auch die der „Begründung“ erreicht zu haben scheint, dann werden beiden Gewährsleuten von Zeidler prominente Autoren entgegengesetzt, die das Problem der „beschränkten Reichweite“ der Urteilsform erkannt und deshalb auf einen Fortgang vom Urteil zum Schluß gedrängt haben – Zeidler hat hierfür mehrfach auf Hegel, aber auch auf Peirce zurückgegriffen,4 in ←345 | 346→dessen Pragmatismus er mehr syllogistische Weisheit verborgen findet, als nicht zuletzt bekennende Pragmatiker in ihm vermuten würden.5

Der folgende Beitrag teilt entschieden die Prämisse Zeidlers...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.