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Erlebnisse und Tourismus

Ergebnisse der 4. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft

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Edited By Christian Eilzer, Manfred Dörr and Sylvia Müller

Erlebnisse und Erlebnisprodukte sind im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen und gestiegener Qualitätsansprüche der Gäste auch im Tourismus zusehends in den Fokus der Betrachtung gerückt. Viele Anbieter versuchen, ihren Gästen Erlebnisse von Erlebnisgastronomie über Naturerlebnisse bis hin zu künstlichen Erlebniswelten zu bieten. Die Beiträge der „4. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft" in diesem Sammelband beleuchten das Thema „Erlebnisse und Tourismus" aus verschiedenen Perspektiven etwa von Touristen, Destinationen oder Reiseveranstaltern. Dabei werden zudem Modelle der Erlebnisgenese und -bewertung vorgestellt, empirische Befunde zum Destinationserlebnis präsentiert sowie Aspekte zum Erlebnismarketing behandelt.

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Erlebnisse in der Destination als wichtiger Bestandteil im Wettbewerb von Destinationen

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1. Einleitung

Zur Positionierung touristischer Destinationen ist die Ausgestaltung eines einzigartigen Wettbewerbsvorteils (Unique Selling Proposition – USP) ein wichtiger Erfolgsfaktor. Allerdings wird diese USP meist nur von der/ den spezifisch angesprochene(n) Zielgruppe(n) wahrgenommen, da sie für andere Gästesegmente wenig oder nicht relevant für die Reiseentscheidung ist. Daher sollte als wichtige Aufgabe für die Destinationsmanagementorganisation (DMO) die Ausgestaltung eines zielgruppenübergreifenden Alleinstellungsmerkmals formuliert werden, welches von den Leistungsträgern in der Destination mitgetragen werden muss (vgl. Scherhag 2020a, 347). Dieses kann von einer Destinationsmarke unterstützt werden, wobei auch hier auf die zielgruppenübergreifende Wirkung und Wahrnehmung geachtet werden muss.

Die Ausgestaltung einer Destinationsmarke stellt eine DMO allerdings vor umfangreiche Herausforderungen, angefangen von den verschiedenen Funktionen, die eine Destination für unterschiedliche Interessengruppen wahrnehmen muss: die Destination als Lebensraum, die Destination als Verwaltungs-sowie Wirtschaftsstandort, die Destination als Reiseziel. Bei der Umsetzung einer Markenstrategie und der Markenführung selbst stehen die individuellen Interessen der Leistungsträger und Betriebe oft konträr zur generellen Ausrichtung, was aufgrund der fehlenden Weisungskompetenz der DMO gegenüber den Leistungserstellern in der Regel zu einem schwachen Markenkern führt (vgl. Scherhag 2020b, 12– 14). Um einen starken Markenkern zu bekommen, sollte sich der größere Teil der Leistungsträger mit der Destination und der Zielsetzung der DMO identifizieren können. Auch eine – zumindest passive – Unterstützung der Arbeit der touristischen Akteure durch die Bewohner ist hilfreich.

Eine weitere Möglichkeit für Destinationen in...

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