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Systemisches E-Learning

Ein theoretisches Modell für die Gestaltung offener Wissenssysteme

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Peter Glanninger

E-Learning wird meist in pädagogischen Zusammenhängen beschrieben. Bei einer solchen Sichtweise werden aber viele Bereiche ausgeblendet, die für ein umfassendes Verständnis von E-Learning von Bedeutung sind. In dieser Arbeit wird eine neue kommunikationswissenschaftliche Perspektive erarbeitet, die sich an einer systemischen Interpretation orientiert. Auf Basis einer systemtheoretischen Analyse wird ein Modell entwickelt, in dem E-Learning nicht mehr als eine Lehr-Lernmethode, sondern als soziales System und als ein Wissenssystem beschrieben wird. Die Funktionen, Prozesse und Strukturen, die E-Learning zugrunde liegen, werden dabei auf einer allgemeinen Ebene beschrieben. Somit kann das Modell in der Praxis auf die unterschiedlichsten E-Learning-Aktivitäten angewendet werden.

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7 Kriterien für die Bestandserhaltung eines E-Learning-Systems 215

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7 Kriterien für die Bestandserhaltung eines E-Learning-Systems An die bisher beschriebenen Bedingungen für die Konstituierung ei- nes E-Learning-Systems knüpft sich die Frage, ob sich daraus auch Merkmale ableiten lassen, die Aussagen über den Fortbestand eines E-Learning-Systems erlauben. Auf Grundlage der bisherigen Ausfüh- rungen können dafür fünf elementare Kriterien identifiziert und zu In- dikatoren verdichtet werden, die Aufschluss über die Zielerreichung von E-Learning geben: Partizipation, Autonomie, Nachhaltigkeit, Adaptierbarkeit und Prozessorientierung. Diese Indikatoren sollten aber nicht nur als Messkriterien gesehen werden, sie können ganz all- gemein auch der Sicherung von Qualität und Funktionalität dienen. Außerdem sind sie auch nicht voneinander unabhängig zu sehen, son- dern stehen in einem systemischen Verhältnis der wechselseitigen Ab- hängigkeit und Beeinflussung zueinander. Partizipation Das wichtigste Kriterium ist die Partizipation der Benutzer. Ein E-Learning-System kann nur bestehen bleiben, wenn es seine Auto- poiesis fortsetzt, das heißt, die Elemente und Operationen, die es ver- wendet, aus sich heraus produziert. Dafür ist jedes System auf Infor- mations-Inputs aus seiner Umwelt angewiesen. Bei einem E-Learning- System werden die Teilnahme der Benutzer und die Inputs, die sie lie- fern, zur wesentlichsten Bedingung für den Fortbestand. Im Falle von E-Learning sind die Elemente, mit denen das System operiert, Kommunikationen und Entscheidungen. Um diese Elemente zu produzieren, bedarf es entsprechender Anschlüsse, die sich wieder- um in Form von Kommunikationen manifestieren. Solche Anschlusskommunikationen sind auch als Indikatoren mess- bar und zwar unabhängig davon, von welcher Seite...

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