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Einreisetourismus in Deutschland

Paneldatenanalysen und SARIMA-Prognosen

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Verena Dexheimer

Der Einreisetourismus bildet für Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre einen langfristig stabilen Wachstumsmarkt. Dennoch existieren hierfür nur wenige meist deskriptive Analysen. Um diese Lücke zu schließen, betrachtet diese Arbeit im Rahmen einer statistisch-ökonometrischen Untersuchung den Einreisetourismus gesondert für das Einreiseland Deutschland. Zunächst werden Einflussgrößen der ausländischen Tourismusnachfrage herausgearbeitet und mit statischen und dynamischen Paneldatenmodellen quantifiziert, aus denen sich langfristige Wirkungszusammenhänge ableiten lassen. Im weiteren Verlauf werden Prognosemodelle auf Basis saisonaler Zeitreihenansätze nach Box-Jenkins bestimmt. Diese bilden die vergangene Entwicklung möglichst präzise nach, um kurzfristige Vorhersagen zu ermöglichen.

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2 ÖKONOMISCHE GRUNDLAGEN 5

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5 2 ÖKONOMISCHE GRUNDLAGEN Die vorliegende Arbeit dient der statistisch-ökonometrischen Analyse des Ein- reisetourismus in Deutschland. Hierbei sollen Abhängigkeiten zwischen der ausländischen Tourismusnachfrage und ihren wichtigsten Bestimmungsgrößen modelliert sowie zukünftige Entwicklungen prognostiziert werden. Solche Infor- mationen können dazu benutzt werden, im Rahmen von touristischen Planungs- prozessen den Einsatz von Ressourcen zu optimieren und dadurch Verlustrisiken zu minimieren. Bedingt durch Besonderheiten des Marktes spielt dies für die Akteure der Tourismusindustrie eine wichtige Rolle. Aufgrund der „verderbli- chen“ Natur des Tourismusgutes4 ist hier die Gefahr finanzieller Einbußen durch ungenutzte Kapazitäten oder unbefriedigte Nachfrage besonders hoch. Sollten etwa Hotelzimmer nicht belegt werden können oder Sitzplätze eines Fluges frei bleiben, so verfallen diese Überkapazitäten ungenutzt. Eine Lagerhaltung, die für andere Konsumgüter in Frage kommt, ist bei touristischen Dienstleistungen nicht möglich. Dem gegenüber sind Anpassungen des Tourismusangebots an zu große Nachfrage meist mit umfangreichen und langfristigen Investitionen (z.B. für Hotels und Infrastruktur) verbunden. Im Planungsprozess solcher Investiti- onsentscheidungen bilden präzise Nachfrageprognosen eine nötige Grundlage, um Ressourcenverschwendung bzw. Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Darüber hinaus ist der Produktionsablauf in der Tourismusindustrie zu einem Großteil dadurch gekennzeichnet, dass Konsum und Leistungserstellung zur gleichen Zeit stattfinden. Demzufolge hängt der Personalbedarf (an Hotelpersonal, Flug- begleitern, Kellnern etc.) stark mit der jeweils aktuellen Nachfrage zusammen. Nur durch gute Vorhersagen der erwarteten Nachfrage ist eine effiziente Pla- nung des Personalbedarfs möglich.5 Für die einzelnen Marktteilnehmer bieten...

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