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Infrastrukturinvestitionen

Profil einer neuen Anlageklasse in Theorie und Praxis

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Manfred Heid

Infrastrukturinvestitionen haben sich zu einer eigenständigen, alternativen Anlageklasse entwickelt. Infrastrukturanlagen sind in den Industrieländern veraltet und die Schwellenländer müssen neue Anlagen aufbauen. Wegen des steigenden Interesses an kalkulierbaren Einkünften investieren vermehrt private Anleger. Global zeigt sich allerdings ein noch geringes Verständnis der Performancecharakteristika. Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine Grundlage für eine Investition zu bieten. Die Abgrenzung der Anlageklasse wird aufgezeigt, der Investitionsbedarf wird untersucht und interessante Sektoren und Regionen herausgestellt. Zentraler Bestandteil ist die Performanceanalyse, die eine erhöhte Effizienz bei der Allokation von Infrastrukturwerten in ein diversifiziertes Portfolio nachweist.

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5 Ausblick

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Die eindeutige Abgrenzung des Bereiches Infrastruktur fällt trotz der Entwick- lung zu einer Anlageklasse noch schwer. Die Entwicklung einer allgemein- gültigen Definition und einer eindeutigen Bestimmung der Sektoren, z.B. anhand anerkannter Sektor-Klassifikationsschemata, scheint notwendig, um Vergleichbarkeit herzustellen. Diese Aufgabe könnte z.B. durch die Organisation eines Verbandes übernommen werden.218 Die Bedeutung von Infrastrukturinvestitionen für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft wird, z.B. aufgrund von Klimaveränderungen, weiter zu- nehmen.219 Da sich eine nachhaltige Denkweise entwickelt hat, stellt die verantwortungsvolle Gestaltung unserer Zukunft für Infrastrukturinvestoren ein gutes und wichtiges Verkaufsargument dar. Bisweilen weisen Infrastrukturinvestitionen ein interessantes Risiko-/ Renditeprofil auf. Allerdings ist eine größere Transparenz erforderlich um diese Aussage als allgemeingültig anzusehen.220 Dafür müsste das gesamte Spektrum von Infrastrukturinvestitionen analysiert werden, darunter die weltweite Entwicklung, insbesondere in Europa und den USA.221 Da die Performance sich innerhalb der Sektoren unterscheidet,222 müssen auch diese Untersuchungen auf größeren Stichproben basieren, um allge- meingültige Aussagen treffen zu können. Die Entwicklung ausgereifter Märkte muss beobachtet werden, denn in späteren Perioden des australischen Marktes konnten geringere risikoadjustierte Renditen nachgewiesen werden. Das vielseitige, komplexe Anforderungsprofil an das Management von Infrastrukturanlagen, könnte eine Spezialisierung der Manager auf bestimmte Sektoren erforderlich machen, um auch auf ausgereiften Märkten eine adäquate Performance erzielen zu können.223 Als besonders kritisch erweist sich die Überlegung, dass unerfahrene Manager, die zunehmend auf dem Markt agieren, 218 Nach RREEF sollte eine unabhängige Organisation eine Datenbank entwickeln, um die Renditen...

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