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Schwierige sprachliche Strukturen

Aufsätze zur deutschen Grammatik

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Bernhard Engelen

Dieses Buch enthält 13 Aufsätze zu schwierigeren Problemen der deutschen Sprache. Die Thematik ist breit gestreut und umfasst auch kontrastive sowie sprachgeschichtliche und sprachdidaktische Fragestellungen. Besonders ausführlich wird der Bereich der Richtungselemente und der der substantivischen Attribute behandelt, ersterer auch im Kontrast zum Japanischen. Weitere Themen: agentiv verwendete Adjektive, die Syntax der performativen Verben, die Syntax des Verbs wissen, die Grammatik der Stoffbezeichnungen und anderes mehr. Die Aufsätze befassen sich vor allem mit solchen Strukturen des Deutschen, die trotz ihrer Wichtigkeit in der einschlägigen Literatur noch immer eine nur unzureichende Aufmerksamkeit gefunden haben.

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E. Stoffprobleme

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Zur Grammatik der Stoffbezeichnungen Klaus R. Wagner zum 65. Geburtstag 1. Einleitung Stoffbezeichnungen sind in mehrfacher Hinsicht interessant, und zwar sowohl unter morphologischen wie syntaktischen wie semantischen Gesichtspunkten sowie unter solchen der Wortbildung. Weiterhin ist ein Teil der hier gegebenen Probleme kaum zu behandeln, wenn nicht pragmatische Gesichtspunkte mitein- bezogen werden. Auch unter kontrastiven Gesichtspunkten sind sie von Inte- resse. So gibt es im Deutschen z.B. das Wortpaar Faden und Garn, wobei das Wort Faden ein quasi eindimensionales Textil von einer bestimmten Länge be- zeichnet und als Gattungsbezeichnung fungiert, wohingegen das Wort Garn das- selbe Textil in unspezifizierter Länge (und zumeist größerer Menge) bezeichnet und als Stoffbezeichnung verwendet wird. Auch im Englischen und Niederlän- dischen wird in diesem konkreten Fall der Unterschied zwischen dem Material und dem konkreten Einzelding mit lexikalischen Mitteln angezeigt (thread, yarn; draad, garen), ein insgesamt gesehen sehr seltener Fall. Im Französischen hingegen gibt es in diesem konkreten Fall nur ein Lexem (le fil), und der Unter- schied zwischen der Gattungs- und der Stoffbezeichnung wird hier - wie in fast allen anderen Fällen - mit grammatischen Mitteln gekennzeichnet (Gattungsbe- zeichnungen: le fil, un fil, des fils; Stoffbezeichnung: du fil). Die Behandlung der Stoffbezeichnungen in den Grammatiken des Deutschen ist zumeist eher mager. Von den neueren geht fast nur die von Peter Eisenberg et- was ausführlicher auf diesen Bereich ein - allerdings mit einer anderen Ak- zentuierung als ich in dem vorliegenden Beitrag -, von den älteren z.B. die von Adelung....

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