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Beiträge zur Sprechwissenschaft II

Die Behandlung gestörter S-Laute- Sprechkundliche Beiträge zur Therapie der Sigmatismen- Herausgegeben von Eva-Maria Krech- Mit einem Beitrag von Volkmar und Renate Clausnitzer

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Eva-Maria Krech

Der Band II der «Beiträge zur Sprechwissenschaft» enthält den Neudruck des Standardwerkes «Die Behandlung gestörter S-Laute» (1955). Nach einer Einführung in die Systematik der Sigmatismen wird über unterschiedliche Behandlungsformen informiert. Schwerpunkt bildet die Analyse von 169 Therapieverläufen, durchgeführt am Institut für Sprechkunde. Im Ergebnis wird der Sigmatismus als Sprachstörung identifiziert, die weitgehend mit der Gesamtpersönlichkeit verbunden ist. Ihre Behandlung kann daher keine bloße Oberflächenkorrektur sein, sondern muss den Patienten in seiner psychophysischen Ganzheit einbeziehen. Dafür entwickelt Hans Krech seine kombiniert-psychologische Übungstherapie, die hier erstmals beschrieben wird.

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4 Zusammenfassung 98

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98 4 Zusammenfassung Nach einer Übersicht über die Arten und Formen der Sigmatismen (Wesen, Laut- physiologie, Einteilung) werden die Therapien der S-Störungen seit C. L. Merkel einer kritischen Würdigung unter zogen. In der Einordnung der Behandlungsver- läufe ergeben sich passive, aktive und in Ansätzen psychologische Methoden. An 169 Therapiefällen des Institutes für Sprechkunde wird die allgemeine Ab- wendung von den passiven Methoden und die Hin wendung zu den aktiven Metho- den als Entwicklungserscheinung bestätigt und die Notwendigkeit einer psycho- logischen Beeinfl ussung für die Behandlung der S-Störungen belegt. Die Therapie der Sigmatismen ist keine Oberfl ächenkorrektur, sondern ein Akt der Umerziehung, der besonders die starke De pression und den fehlenden An- schluss des Patienten an die Sprach gemeinschaft berücksichtigen muss. Die Art der Depressionen und ihre Häufi gkeit (49,7 %) erfordern eine Umwand- lung der Therapie, eine als kombiniert-psychologische Methode bezeichnete Be- handlung, die eine Stärkung der Bewusstheit des Könnens und des Anschlusses an die sprachlichen Erfordernisse der Gesellschaft zum Ziel hat. Die Beschleuni- gung des Erkennens der eigenen aku stischen Fehlleistung und des Eingleichens und Verdrängens der falschen Lautassoziation wird mit Hilfe wiederholter Schall- aufnahmen und ihrer psychologischen Auswertung erreicht. Anamnese und Diagnose sind als aktive Bestandteile in die Therapie einbezogen. In einem Anhang wird ein für die kombiniert-psychologische Methode zusam- mengestelltes Übungsmaterial vorgelegt.

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