Show Less

Das Konzept der idealen Metropole in Theorie und Praxis am Beispiel von Berlin

Majken Bieniok

Im Zuge der Globalisierung ändern sich die vielfältigen urbanen Lebensbedingungen kontinuierlich, wodurch der Bedarf an sinnvollen Entwicklungskonzepten für Städte und besonders Metropolen verstärkt wird. Stadtentwicklungskonzepte sind jedoch häufig von wirtschaftlichen Interessen und theoretischen Modellen geprägt. Sie laufen daher Gefahr, an den realen Bedürfnissen der Bewohner vorbei zu gehen. Ziel dieser Untersuchung ist es, einen Beitrag für eine bedürfnisorientierte Stadtentwicklung und somit auch zur Vorbeugung negativer individueller und sozialer Entwicklungstendenzen zu leisten. Hauptziel der Arbeit ist die Identifikation der erwünschten und unerwünschten Entwicklungstendenzen einer Metropole, indem Metropolenmerkmale, lebensraumbezogene Bedürfnisse, deren Zusammenhang sowie die Relevanz von Metropolenmerkmalen für Berliner Stadtplaner bestimmt werden.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

6. Relevanz und Umsetzung der Merkmale einer idealen Metropole für die Stadtplanung und –entwicklung von Berlin

Extract

Es folgt die Darstellung der Fragestellung und Hypothesen, des Aufbaus und der Ergebnisse der Untersuchung 8. 6.1. Ableitung der Fragestellung und Hypothesen In der letzten Untersuchung, einer Internetstudie, soll geklärt werden, inwieweit die schon bekannten und in den vorangegangenen Untersuchungen spezifizierten Metropolenmerkmale von aktuell in der Berliner Stadtplanung und- entwicklung tätigen Personen als wichtig eingeschätzt werden und inwieweit sie auch wäh- rend ihrer Tätigkeit berücksichtigt werden. Hierzu wurden aktuell oder in der Vergangenheit in Berlin tätige Stadtplaner und –entwickler eingeladen teilzu- nehmen. Die folgende Frage soll dabei geklärt werden: Wie werden die Metropolenmerkmale und damit zusammenhängende Bedürfnisse der Bewohner bei der realen Stadtplanung und Stadtent- wicklung in Berlin bewertet und berücksichtigt? Die Versuche, eine Struktur in dichtbevölkerte Gebiete zu bringen, sind so alt wie der Städtebau selbst. Auch die Ideen von Gesunden Städten, Umwelthygie- ne und Stadtökologie reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück (Keul, 1995). Leitlinien für den Städtebau wurden damals wie heute aus der reinen Zweckmä- ßigkeit, neuen technischen Möglichkeiten oder Innovationen, der Verräumlichung sozialer Ordnung, Ideologien oder Herrschafts- bzw. Gesell- schaftssystemen und der vorherrschenden Kultur abgeleitet. Angotti (1993) hebt hervor, dass man für eine gelungene Stadtplanung, wel- che die spezifischen Probleme einer Metropole, wie urbane Armut, soziale Un- gleichheit und Umweltprobleme beachtet, unbedingt die metropolitane Perspek- tive einnehmen sollte. Das größte Problem der Metropolenplanung sieht er in der Anwendung von Ideen und Methoden aus...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.