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Substanz und Freiheit bei Thomas von Aquin

Studie zur philosophischen und theologischen Anthropologie

Michael Becker

Ausgehend von Thomas von Aquins Aneignung des aristotelischen Substanzbegriffes – wesentlich vermittelt durch Avicenna und Averroes – sucht dieses Buch seinen Begriff vom Menschen nachzuzeichnen. Um dem Menschen als Menschen, als Naturgeschöpf und Geistwesen, als Person gerecht werden zu können, muss zum Substanzbegriff der Freiheitsgedanke hinzutreten. Der Mensch ist einerseits in seiner Menschennatur erschaffen, andererseits bestimmt er sich in Freiheit selbst – diese freiheitliche Selbstbestimmung ist wesentliche Grundlage für sein eschatologisches Schicksal. Bei Thomas von Aquin kann man durchaus beobachten, wie Substanz und Freiheit einander bedingen. Das Herauswachsen der neuzeitlichen Philosophie aus den Problemstellungen der Antike und des Mittelalters stellt hier einen wichtigen Punkt dar.

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Inhaltsverzeichnis

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1 Einleitung 9 1.1 Möglichkeit und Grenzen einer Thomashermeneutik in systematischer Absicht 9 1.2 Das zugrundeliegende Problem 16 1.3 Zur fachlichen Zuordnung der Thematik 20 1.4 Zum Verhältnis von Philosophie und Theologie bei Thomas von Aquin 22 1.4.1 Vorbemerkung 22 1.4.2 Glaube und Wissen bei Thomas 23 2 Die Aneignung der aristotelischen Substanztheorie vor Thomas 33 2.1 Zum genuinen Begriff der ούσία bei Aristoteles 33 2.1.1 Zur Deduktion des Substanzbegriffes 33 2.1.2 Die Kompossibilität der Ideenlehre bzw. des Substanzbegriffes 43 2.1.3 Weltbild und Metaphysik 44 2.1.4 Grenzen der Individualität bei Aristoteles 52 2.2 Die Vermittlung der Substanztheorie durch die arabische Philosophie 54 2.2.1 Zur Metaphysik Avicennas 57 Anmerkung: Zum Emanationsgedanken 65 2.2.2 Zur Metaphysik bei Averroes 66 Anmerkung: Das Thema „Schöpfung“ bei Averroes 73 2.2.3 Zur Theorie des Intellekts bei Avicenna und Averroes 74 3 Der Wesensbegriff bei Thomas von Aquin 79 3.1 Zur Grundlegung des phil. Substanzbegriffes in „De ente et essentia“ 79 3.2 Zum Begriff der Idee in ,De veritate’ 100 3.2.1 Zur Ideenlehre bei Augustinus 100 3.2.2 Die Annahme der Ideenlehre durch Thomas von Aquin 103 3.2.3 Zur Anwendung der Ideen 109 3.3 Zum theologischen Substanzbegriff in der „Summa theologiae“ 117 3.3.1 Gotteslehre und Substanzontologie 117 3.3.2 Die Ideen als „Schöpfungsgedanken“ Gottes 125 Anmerkung: Göttlicher Schöpfungsgedanke, Monade und das Ding an sich 130 3.3.3 Die erschaffene Substanz - Schöpfungstheologie und Substanzbegriff 133 3.4 Anmerkung zum Analogiebegriff 153 3.4.1 Zum mittelalterlichen Analogiebegriff 153 3.4.2 Erich Heintel und die „analogia entis...

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