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Literatur und die anderen Medien

Romanistik in Freiburg – eine Zwischenbilanz

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Walter Bruno Berg, Frank Reiser and Chiara Polverini

Auch die Literatur ist ein Medium, eines unter anderen Medien. Ausgehend von der für die Wahrnehmung unserer Kultur entscheidenden Feststellung der sogenannten «Medien-Konkurrenz» kommt dieser Freiburger Tagungsband in seinen Beiträgen zu vielfältigen Perspektiven. Vorrangig ist das Interesse an den anderen Medien, von den traditionellen Medien – der Grafik, der Presse, dem Film oder Comic – bis hin zum Theater, zur TV-Liveberichterstattung, zur Musik oder zu Rap und Slam, sowie zu guter Letzt zur schieren Unendlichkeit der Intertexte, wie sie das kulturelle Gedächtnis in den Filmen Almodóvars, im lateinamerikanischen Gegenwartsroman oder in der Prosa Claude Simons bereit hält. Angesichts der Breite der Fallstudien über die drei romanistischen ‘Kernfächer’ hinweg erweist sich insbesondere die Frage nach der Methodik bei der Auseinandersetzung mit Literatur im medialen Umfeld als roter Faden dieses Bandes.

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Einleitung

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Walter Bruno Berg / Frank Reiser Äußerer Anlass des Kolloquiums, dessen Akten wir hier veröffentlichen, war die krisenhafte Personalsituation der Literaturwissenschaft am Frei- burger Romanischen Seminar in den Jahren 2005 und 2006: Drei der ehe- mals vier literaturwissenschaftlichen Professuren waren unbesetzt bzw. mussten über Semester hin vertreten werden. Für den Inhaber der letzten regulär besetzten Professorenstelle schien damit nicht nur die Geschäfts- führung des Seminars im allgemeinen, sondern auch die Sorge um die Zu- kunft der romanistischen Literaturwissenschaft im besonderen zu einer Daueraufgabe mit ungewissem Ausgang zu werden. Als er seine Not ei- nem kleinen Kreis langjähriger Mitarbeiter aus dem akademischen Mittel- bau vortrug, stieß er nicht nur auf Gesprächsbereitschaft, sondern auch auf ein beträchtliches Maß an Eigeninitiative, so dass die Idee, die verbliebe- nen Kräfte der romanistischen Literaturwissenschaft in Freiburg zu sam- meln und in einem Kolloquium der akademischen Öffentlichkeit vorzu- stellen, schon in kurzer Zeit Gestalt annahm. Als das Kolloquium dann am 16. und 17. Juni 2008 – etwa 18 Monate nach der ersten Initiative – statt- fand, waren zwei literaturwissenschaftliche Professuren wiederbesetzt, die Kompensierung der vierten Stelle, die dem Rotstift des fälschlicherweise als „Solidarpakt“ bezeichneten Streichungspakets zum Opfer gefallen war, durch eine Juniorprofessur in Aussicht gestellt. Das Engagement der bei- den neuberufenen Kollegen1 im Bereich Literaturwissenschaft sowie die gleichzeitige Teilnahme eines angesehenen Emeritus sowie eines jüngeren Kollegen aus dem Bereich Sprachwissenschaft – beide in gleicher Weise hochverdient um Grenzgänge zwischen Linguistik und Literaturwissen- schaft – ermöglichte es,...

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