Show Less

Die Amtsträgerkorruptionsdelikte nach italienischem und deutschem Recht

Eine rechtsvergleichende Untersuchung

Markus Rübenstahl

Diese Arbeit stellt das Korruptionsstrafrecht Italiens dar und vergleicht es mit dem Deutschlands. Dies verspricht aus deutscher Sicht rechtspolitisch verwertbare Ergebnisse, denn Amtsträgerbegriff und Korruptionsdelikte beider Länder weisen ein großes Ausmaß an Gemeinsamkeiten auf. Zudem konnte in beiden Rechtsordnungen die Umsetzung von Reformgesetzen der 90er Jahre abgebildet und bewertet werden, in Italien zudem die justizielle Verarbeitung flächendeckender politischer Korruptionsskandale. Keine Rechtsordnung erweist sich im Ergebnis als klar überlegen. Sinnvoll sind punktuelle Änderungen des deutschen Rechts nach italienischem Vorbild: Für Amtsträger gemäß § 11 Abs.1 Nr. 2 c StGB sollte ein niedrigerer Strafrahmen vorgesehen und § 108e StGB zugunsten einer Ausdehnung des § 11 StGB auf Parlamentarier abgeschafft werden. Angebot und Forderung eines Vorteils als materielle Versuchshandlungen sind aus den §§ 331 ff. StGB auszuscheiden.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Inhaltsverzeichnis

Extract

A. Einleitung 1 I. Anlass der Untersuchung 1 II. Gründe für einen Detailvergleich des italienischen und deutschen Amtsträgerkorruptionsstrafrechts 1 1. Strukturelle und begriffliche Ähnlichkeiten des italienischen und deutschen (Amtsträgerkorruptions-) Strafrechts und intensiver Austausch in der Wissenschaft 1 2. Untersuchung nahezu zeitgleich umgesetzter Reformvorhaben zum Amtsträgerkorruptionsstrafrecht 3 3. Aktuelle rechtstatsächliche und rechtsdogmatische Erkenntnisse zu quantitativ und qualitativ außergewöhnlich ausgeprägten Korruptionsphänomenen in Italien 4 4. Exkurs: „Tangentopoli“ und „Mani Pulite“ 6 a) „Mani Pulite“ und die Aufdeckung von „Tangentopoli“ (1992- 1994) 6 b) Verarbeitung der Ermittlungsergebnisse von „Mani Pulite“ durch die Strafjustiz am Beispiel des Gerichtsbezirks Mailand 9 5. Erkenntnisgewinn des Rechtsvergleichs mit Italien vor dem Hintergrund von „Tangentopoli“ und „Mani Pulite“ – Korruptionsstrafrecht im „Korruptionsnotstand“ 10 6. Umfang und Gang der Untersuchung 11 B. Das Bestechungsstrafrecht Italiens 13 I. Geschichte des italienischen Strafrechts und des italienischen Amtsträgerkorruptionsstrafrechts im Überblick 13 1. Die Kodifizierungen des italienischen Kernstrafrechts und das Amtsträgerkorruptionsstrafrecht im Überblick – vom „Codice Zanardelli“ (1889) zum „Codice Rocco“ (1930) 13 a) „Codice Zanardelli“ (1889) 13 b) „Codice Rocco“ (1930) 14 2. Der Normbestand des italienischen Amtsträgerkorruptionsstrafrechts im „Codice Rocco“ (1930) 15 3. Die Modifikation des Amtsträgerkorruptionsstrafrechts des „Codice Rocco“ durch die Reformgesetzgebung von 1990/1992 18 II. Struktur, Rechtscharakter und Systematik der Tatbestände 22 III. Zur Frage der geschützten Rechtsgüter 25 1. Die Auffassung der Rechtsprechung 26 VI 2. Sonstige Auffassungen, die von einem einheitlichen oder kombinierten Rechtsgut ausgehen 28 3. Differenzierende Auffassungen 28 IV. Die...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.