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Windenergie im Ländervergleich

Steuerungsimpulse, Akteure und technische Entwicklungen in Deutschland, Dänemark, Spanien und Großbritannien

Edited By Mischa Bechberger, Lutz Mez and Annika Sohre

Die Windenergie erlebt einen Höhenflug. Zwischen 1997 und 2007 erhöhte sich die weltweit installierte Windenergieleistung von 7500 MW auf mehr als 94000 MW und innerhalb der EU im gleichen Zeitraum von 4750 MW auf über 57000 MW. Zur Erfüllung der europäischen und internationalen Klimaschutzziele leistet die Windenergie damit einen sehr wichtigen Beitrag. Die jüngsten Erfolge beruhen zu einem großen Teil auf einem kontinuierlichen Lernprozess in wenigen Pionierländern. Das Buch untersucht diesen Prozess anhand einiger ausgewählter Schlüsselländer. Ausgehend von einem mehrjährigen Forschungsprojekt zur Innovationsbiographie der Windenergie in Deutschland sowie einer vergleichenden Studie zur Entwicklung der Windenergie in Dänemark, Spanien und Großbritannien werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Untersuchungen in diesem Band zusammengeführt.

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1 Windenergieboom in Deutschland: eine Erfolgsstory

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1.1 Geographische und energiewirtschaftliche Ausgangssituation der Windenergie in Deutschland Die für die Windnutzung relevanten geographischen Situationen lassen sich in fol- gende Bereiche untergliedern: • „Küsten" beinhalten die deutschen Nord- und Ostseeinseln und einen etwa 5-10 km breiten Streifen entlang der Küstenlinie; • „Norddeutsche Tiefebene" umfasst das sich der Küste anschließende Gebiet bis zur Mittelgebirgsschwelle; • „Mittelgebirge" bezeichnet die bergigen Landschaften südlich einer gedachten Linie von Düsseldorf — Osnabrück — Hannover — Magdeburg — Leipzig (vgl. Hahn 1995). In Deutschland finden sich günstige Windverhältnisse außer in den küstennahen Gebieten vor allem in den Hochlagen der Mittelgebirge. Die mittlere Leistungs- dichte des Windangebots beträgt hier in 30 m Höhe etwa 200 W/m'. Dies ent- spricht einer mittleren Windgeschwindigkeit in 10 m Höhe von etwa 4,5 m/s. An den guten Standorten dieser Lagen kann das Windenergieangebot im Jahres- durchschnitt etwa die Hälfte des Windenergieangebotes der Küstenstandorte errei- chen. Auch die Standorte im Bereich der norddeutschen Tiefebene erreichen etwa die Hälfte des an der Küste vorhandenen Windangebots, allerdings sind dort die windgünstigen Standorte gleichmäßiger als im Mittelgebirge verteilt. Mit zunehmender Entfernung von den Küstengebieten ist im Binnenland aufgrund der zunehmenden Bodenrauigkeit eine Abnahme der Windgeschwindigkeiten bzw. eine Behinderung der Luftbewegungen zu verzeichnen.' Je höher Binnenstandorte gelegen sind, desto höher ist in der Regel die Windgeschwindigkeit. Aufgrund der lokalen Raumausstattung sowie der heterogenen Reliefstrukturen ergeben sich je- doch bei Windprognosen an Binnenlandstandorten im Vergleich zu den K...

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