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Transurbane Lebenswelten in Bozen

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Peter Volgger

Dieses Buch liefert neue Erkenntnisse im Bereich der Grundlagenforschung zu Migration und Stadt und zeigt innovative Methoden der Stadtforschung am Beispiel senegalesischer Migranten in Bozen auf. Die Improvisationen dieser Menschen schaffen Öffnungen für neue urbane Situationen und kreative Verbindungslinien zwischen dem Globalen und dem Lokalen. Die entstehenden Phänomene können an einem konkreten Ort sichtbar gemacht werden. Die zentrale Aussage ist, dass die Muriden in Bozen ein authentisches Fragment – ein «afrikanisches Dorf» – bewohnen, das nicht einfach mit Begriffen des normativen Raums zu erklären ist. Es entstehen selbstautorisierte Strukturen, die zu einer Neuverteilung von Aktivitäten und Rollen jenseits der Räume führen, die uns vertraut sind.
Diese Arbeit hat 2011 den ersten Preis des Südtiroler JungakademikerInnenforums gewonnen.

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Vorwort

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Das Buch widmet sich dem Thema ‚Stadt und Migration‘ in Bozen am Beispiel afrikanischer Migranten. Die Senegalesen sind ein idealtypisches Beispiel für ‚Transmigranten‘. Das sind hochmobile Gruppen von Personen, die über natio- nale Grenzen hinweg Beziehungen zum Herkunftsland aufrecht erhalten, in Pen- delbewegungen zwischen mehreren Orten ihre Daseinsform gewinnen und viel- schichtige und dynamische Netzwerke zu ‚zirkulierenden Territorien‘ ausbauen. Die Relation, das In-Beziehung-Setzen der Orte, ist wichtiger als der einzelne Ort. Ihre Improvisationen schaffen Öffnungen für neue urbane Situationen und kreati- ve Verbindungslinien zwischen dem Globalen und dem Lokalen. Die vorliegende Arbeit liefert neue Erkenntnisse im Bereich der Grundlagenfor- schung zu Migration und Stadt. Sie untersucht die globale Dynamik der Frag- mentierung von Lebenswelten und die damit verbundenen lokalen Effekte und analysiert die dabei entstehenden Phänomene, nimmt sie auf und lokalisiert sie innerhalb der Besonderheiten eines bestimmten Kontextes. Die ‚Stadt‘ entsteht unter der Voraussetzung zeitgenössischer Theorie zur Mi- gration als dynamisches Feld. Elastische und temporäre Strukturen tauchen auf und vergehen wieder, zwischen den formellen und informellen Räumen besteht ein reger Austausch, das Unsichtbare erhält neben dem Sichtbaren die mindestens gleiche Relevanz. Seit ihrem Auftauchen sind sie zumeist als Wanderhändler tätig, anfangs ohne Lizenz und Aufenthaltsgenehmigung. Die Komponenten ihrer Verbindungen en- stehten aus der Überlagerung heterogener Raumtypologien mit den Parametern von Bewegung und Transformation. Die Kreativität ihrer Raumtaktik führt uns ein in einen laborartigen Urbanismus, der marginal ist und mehr mit Unsichtbarkeit als mit Sichtbarem zu tun hat. Zwei Fragen...

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