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Amerika: Gitarre anderer Worte- América: Guitarra de otros verbos

Herausgegeben, kritisch annotiert und übersetzt von Erna Pfeiffer- Edición crítica y traducción de Erna Pfeiffer- Mit einer Einleitung von Germán Calvache Alarcón und Illustrationen von Oswaldo Viteri - Con una introducción de Germán Calvache Ala

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Erna Pfeiffer

Als offizieller Chronist der Stadt Ambato hat Pedro Arturo Reino Garcés die spannende Aufgabe, bisher kaum erforschte Dokumente aus der Kolonialzeit zu entziffern und die dahinter verborgene(n) Geschichte(n) zu rekonstruieren. In seiner Lyrik lässt er, in Tradition von Neruda oder Dávila Andrade, die «andere Seite der Conquista» aufblitzen. Inspiriert von den 200-Jahr-Feiern der «Unabhängigkeit» Lateinamerikas gibt er denen eine poetische Stimme, die in den Annalen der Weltgeschichte kaum vorkommen: indigenen HeldInnen der Freiheitsbewegungen wie Rumiñahui, Caupolicán, Anacaona, Hatuey, Mackandal etc., von Kuba bis Chile, von Mexiko bis Paraguay. In seiner Liebeslyrik leuchtet der hoch poetische Zauber der Anden, mit Vulkanen, Maisfeldern, Marktszenen, exotischer Flora und Musik auf.
Como cronista oficial de la ciudad de Ambato Pedro Arturo Reino Garcés tiene la apasionante tarea de descifrar antiguos documentos de la Colonia, reconstruyendo la(s) historia(s) oculta(s) detrás. En su poesía nos transmite, en la tradición de Neruda o Dávila Andrade, destellos de la «otra cara de la Conquista». Inspirado en las celebraciones del bicentenario de la «Independencia» de América Latina, les otorga voz poética a quienes apenas figuran en los anales de la Historia mundial: héroes y heroínas de diversos movimientos de libertad, tales como Rumiñahui, Caupolicán, Anacaona, Hatuey, Mackandal y muchos otros, desde Cuba a Chile, de México al Paraguay. Además, su poesía amorosa irradia el encanto de los Andes, con sus míticos volcanes, maizales, escenas de mercado, flora exótica y música.

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Interview mit Pedro Arturo Reino Garcés

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Montag, 31. Juli 2012, aufgenommen in Ambato Erna Pfeiffer: Ich möchte gerne mit „Adam und Eva“ starten: Könntest du mir ein wenig von deiner Familiengeschichte erzählen? Pedro Reino: Soweit ich meinen Stammbaum zurückverfolgen konnte, stammt meine Familie väterlicherseits von Soldaten aus der Zeit Simón Bolívars ab, die aus Kolumbien gekommen waren, wie ich in Erfahrung brin- gen konnte. Als Angehörige der Milizen starben sie alle in jungen Jahren und hinterließen nur wenige Nachkommen. Auf der männlichen Linie gibt es also nur vereinzelte Personen mit dem Zunamen Reino. Von Seiten meiner Mut- ter, mit dem Nachnamen Garcés, gibt es seit der Kolonialzeit eine alteinge- sessene Linie in der Provinz Tungurahua, im Zentrum Ecuadors. Den spärli- chen verfügbaren Informationen können wir entnehmen, dass es Leute wa- ren, die sich in der Landwirtschaft betätigten und im 19. Jahrhundert mit dem Handel zwischen den Anden und den Küstengebieten zu tun hatten. EP: Einem deiner Romane stellst du die Namen deiner Vorfahren voran; hast du deine Familiengeschichte eingehend erforscht? PR: Ich habe das deshalb angeführt, weil ich die Entdeckung machte, dass sich in meiner Familie eben das Erbe dieser Soldaten fand, was ich vorher gar nicht gewusst hatte. Ich habe in den Archiven der Kurie von Ambato nachgeforscht, den kirchlichen Archiven, weil Ecuador erst seit den Zeiten von Präsident Eloy Alfaro, seit 1902, ein Zivilregister hatte. Alle Geburtsregis- ter – die zugleich Taufregister sind – sowie die Eheschließungs-...

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