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Kelsen im Spiegel der italienischen Rechtslehre

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Antonio Merlino

Das Werk rekonstruiert die Interpretation der reinen Rechtslehre seitens der italienischen Juristen des 20. Jahrhunderts. Der Gedanke Hans Kelsens spiegelt sich in der italienischen Rechtslehre wider und übernimmt die Rolle eines Schlüssels, um die Gedanken von Juristen wie Giuseppe Capograssi, Vittorio Frosini und Santi Romano zu interpretieren, die oftmals den eigenen Gedankengang im Vergleich mit der reinen Rechtslehre erklärt haben.

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III. EIN TRADITIONELLES IDEAL

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INHALTSVERZEICHNIS: 3.1. Erste Spuren von Kelsen in Italien: Die Staatslehre des Dante Alighieri. Geschichte der Rezeption dieses Werkes und dessen Interpretation durch Vittorio Frosini. 3.2. Kelsen und L'ordinamento giuridico von Santi Romano. 3.3. Giuristi: Die Erwähnung Kelsens in den Frammenti di un dizionario giuridico (1947). 3.4. Anmerkungen zum juridischen Realismus von Santi Romano. 3.5. Der Eintrag Autonomia in den Frammenti di un dizionario giuridico. 3.6. Kurze Darstellung der Hauptmomente der italienischen Kritik an Kelsen. 3.7. Vittorio Frosini und Kelsens Einfluss in Italien. 3.1. Erste Spuren von Kelsen in Italien: Die Staatslehre des Dante Alighieri. Geschichte der Rezeption dieses Werkes und dessen Interpretation durch Vittorio Frosini. Die Geschichte der Rezeption Kelsens in Italien beginnt auf eher überraschende Art und Weise. Auch das Erstlingswerk dieses großen österreichischen Juristen stellt eine Überraschung dar. Es trägt den Titel Die Staatslehre des Dante Alighieri, und erschien im Jahr 1905 in der Reihe „Wiener Staatswissenschaftliche Studien“ sowie in Folge auch als Monographie beim Wiener Verleger Deuticke.322 Im Jahr der ersten Veröffentlichung dieses Werkes ist Kelsen 24 Jahre alt und noch nicht der im 20. Jahrhundert so einflussreiche juristische Autor. Es überrascht, dass Kelsen, Verfechter einer Reinen Rechtslehre, in der Geschichte und Ethik keinen Platz haben, seine Kräfte in jungen Jahren zur Verfassung eines historischen Werkes einsetzte. Diese Schrift wurde, sei es vom Fachkreis der kritischen Studien zu Dante, als auch von der juridischen Fachpublizistik weitgehend ignoriert. Mit einer Ausnahme: Arrigo Solmi verfasste dazu 1907 eine ausführliche Kritik im Bullettino della...

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