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Internationale Studien zur Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft

Teil 1 und Teil 2

Karl von Hardach

Wirtschafts- und Sozialhistoriker – gut eine halbe Hundertschaft aus zwölf Ländern – bieten einen bunten Strauß ihrer akademischen Arbeiten von der Antike bis zur Gegenwart. Zu Worte kommen Professoren und Praktiker (Anwälte und Archivare, Beamte und Bankiers, Gymnasiallehrer und Geschäftsleute – alle mit einem Herzen für die Historie). Sie bieten Einblicke in die Breite und Tiefe wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Untersuchungen und belegen Methodenvielfalt und Darstellungsmannigfaltigkeit wie sie heute weltweit praktiziert werden. Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

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Von der Dienstleistungsgesellschaft zur Industrial Society: Jürgen von Kruedener

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532 genötigt, irgendwo wieder an einem ähnlichen Projekt Arbeit zu finden. Seit dem 5. Jh. v. Chr. ist diese Mobilität mehrfach bezeugt. Resümierend ist festzuhalten: Seit der Zeit der griechischen Kolonisation ist für Griechenland aufgrund von Überbevölkerung und Arbeitskräfteüberschuss eine soziale Mobilität bezeugt, die die ganze archaische Periode hindurch anhielt. Wegen der spärlichen literarischen und epigraphischen Quellenlage ist es aber nicht möglich, präzisere Aussagen zu sozialen Prozessen und ihren Erscheinungs- formen zu machen, auch nicht auf archäologischem Wege. Möglich ist nur, durch Rekonstruktion von Arbeitsorganisation und Fertigungsprozessen die Größenordnung benötigter Fachkräfte aufzuzeigen und so den Bedarf an auswär- tigen Berufshandwerkern zu verdeutlichen oder über stilistisch-technische As- pekte deren Anwesenheit in Erwägung zu ziehen. Was für die Künstler- Handwerker gesichert bezeugt ist, dass sie hinsichtlich der Gestaltung ihrer Ar- beitsverhältnisse frei und mobil waren, galt wohl auch – natürlich mit größeren damit verbundenen Risiken – für alle (bei Verlassen ihrer Heimatpolis nichtbürger- lichen) Handwerker und Gewerbetreibenden. Im Zuge der wirtschaftlichen Ent- wicklung in Griechenland kam es im Verlaufe des 6. Jhs. v. Chr. in den Poleis mit städtischer Struktur zu einem deutlichen Aufschwung des Handwerks und des Handels, zu einer Entwicklung, die mit einer Steigerung der materiellen Lebenskul- tur verbunden war. Dieser Prozess wurde bereits in archaischer Zeit von den Nichtbürgern im gewerblichen Sektor mitgestaltet, erreichte dann im 5. Jh. v. Chr. aber weit größere...

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