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inklings – Jahrbuch für Literatur und Ästhetik

The Inheritance of the Inklings- Zeitgenössische Fantasy und Phantastik

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Edited By Dieter Petzold

«Inklings» nannte sich eine Gruppe von Schriftstellern und Geisteswissenschaftlern in Oxford, deren bekannteste Mitglieder J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis waren. Die Inklings-Gesellschaft e.V. widmet sich seit 1983 dem Studium und der Verbreitung der Werke dieser und ihnen nahestehender Autoren sowie der Analyse des Phantastischen in Literatur, Film und Kunst allgemein. Ihre Jahrestagungen werden in Jahrbüchern dokumentiert. Dieser Band enthält 12 Vorträge der Tagung «The Inheritance of the Inklings», die 2012 in Wetzlar stattfand und sich mit neuesten Entwicklungen in der phantastischen Literatur und anderen Medien beschäftigte, sowie 5 weitere Beiträge und zahlreiche Rezensionen.
«Inklings» was the name of a group of Oxford scholars and writers; its best-known members were J.R.R. Tolkien and C.S. Lewis. The German Inklings-Gesellschaft, founded in 1983, is dedicated to the discussion and dissemination of the works of these authors and of writers commonly associated with them and to the study of the fantastic in literature, film and the arts in general. The proceedings of the annual Inklings conferences are being published in yearbooks. This volume contains 12 papers presented at the 2012 conference in Wetzlar, «The Inheritance of the Inklings». They explore recent developments in fantasy fiction and other media. In addition, there are 5 general articles and numerous reviews.

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VERMISCHTES

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VERMISCHTES Literatur und Faszination Seeber, Hans Ulrich. Literarische Faszination in England um 1900. Heidelberg: Universita¨tsverlag Winter, 2012. 368 S., e 58,00. Seit den 80er Jahren ist der Begriff der Faszination in versta¨rk- tem Maße ein Gegenstand des kultur- und literaturwissenschaftli- chen Diskurses. Er bezeichnet ein Pha¨nomen, das seit dem Ende des 19. Jahrhunderts versta¨rkt dieAufmerksamkeit auf sich gezogen hat, insbesondere in den Bereichen der Psychologie, der A¨sthetik und der Medienkultur. “Faszination” wird bis heute jedoch keines- wegs allein oder prima¨r als ein wissenschaftlicher Fachbegriff ver- wendet, sondern ist ein oft strapazierter, in changierender Bedeu- tung verwendeter Ausdruck im allta¨glichen Sprachgebrauch. Hans Ulrich Seeber versteht “Faszination” als einen Begriff, “der eine Geschichte besitzt, die noch nicht geschrieben ist, und eine Theorie erheischt, die noch fehlt” (64). Sein Buch zielt darauf ab, diesen beiden Forschungsdesideraten nachzugehen und anhand von Fallstudien die interpretatorische Leistungsfa¨higkeit des erar- beiteten Faszinationsbegriffs zu erproben und zu demonstrieren. In seiner Studie zeigt er, dass “das Wort ‘fascination’ fu¨r einen um 1900 verbreiteten Diskurs typisch [ist], der in den Umkreis der okkulten, mesmeristischen, religio¨sen, suggestionspsychologi- schen und nicht zuletzt der a¨sthetischen Tradition der Wirkungs- beschreibungen verweist” (9). Die A¨sthetik der Faszination sieht er im Kontrast zur klassischen A¨sthetik, insbesondere Kants. Der heutige Begriff ist ohne moralische Implikationen und “bezeichnet im Kern [.. .] eine a¨sthetisch-psychologische, liebende Anziehung und angstbesetzte Abwehr verbindende Dimension von Wahrneh- mung und intensiver Aufmerksamkeit” (22). Die versta¨rkte Bedeu- tung des...

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