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Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

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Edited By Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

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Textverknüpfende Elemente in Briefen von Frauen aus dem Liegnitzer Fürstenhaus (1548-1678)

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Anna Just (Warschau) 1. Einleitung Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich im Allgemeinen mit der Frage, wodurch die Konnexion im Text gesichert wird, und im Speziellen damit, wie sich die Textkonnexion in frühneuzeitlichen Frauenbriefen gestaltet. Briefe als alltägliches Gebrauchsschrifttum sind sinnvolle schriftliche Äußerungen und als solche so gestaltet, dass n icht nur geradlinige G edankenäußerungen erfolgen, sondern dass es dabei A ussagen und G egenaussagen, R ückgriffe und V orgriffe, Bei- und U nterordnungen, Begründungen, Einschränkungen, E inräum ungen, nähere Erläuterungen usw . gibt. (W iesinger 2008:376) Äußerungen, die einen solchen Text ausmachen und selbst syntaktisch als Sätze oder satzwertige Gebilde zustande kommen, erscheinen nicht isoliert in einem Text gleich­ sam als aneinander gerückte Bausteine, sondern sie werden mittels bestimmter Verbin­ dungsmittel zu Äußerungssequenzen verbunden. Solche sprachlichen Mittel, die als Verknüpfungselemente im Text gebraucht werden, nennt m an aufgrund ihrer verknüp­ fenden Funktion Vertextungs- und Kohäsionsmittel. Freilich besitzen Kohäsionsmittel einen großen Anteil an der Textkonstitution, doch ist ihr Vorhandensein noch kein Ga­ rant dafür, dass durch ihren Einsatz ein stimmiger Text entsteht. (Schuster 2004:141) Äußerungen, die einen Text konstituieren, müssen überdies einen semantischen Sinnzu­ sammenhang aufweisen. Bestimmte Kohäsionsmittel sind in der Lage, über die syntakti­ schen Beziehungen hinaus die semantischen Zusammenhänge herzustellen und die Aus­ sagen entsprechend der Intention des Textproduzenten zu modifizieren. (vgl. W iesinger 2008:376) Dem Textrezipienten dagegen ermöglichen sie, hinter...

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