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Das Notationssystem von Heinz Matyssek

Die Realität seiner Anwendung und sein generatives Potenzial beim Konsekutivdolmetschen

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Lucyna Krenz-Brzozowska

In der Arbeit wurden universale Notationsgrundregeln festgelegt, mit denen Dolmetscher den Kern ihrer individuellen Notationssysteme bilden können. Es sind Matysseksche Notationsregeln mit einem so hohen generativen Potenzial, dass sie von den meisten Dolmetschern bei der Notizennahme angewendet werden. Das von Jerzy Żmudzki entwickelte KSD-Modell wurde um die Phase Speicherung ergänzt, die aus zwei parallel verlaufenden Subphasen Memorisierung und Notizennahme besteht, wobei deren Platzierung von der Notationssprache im jeweiligen Moment abhängt. Darüber hinaus wurden die Merkmale der Textsorte Notationstext bestimmt, wobei dieser immer an den AS- und ZS-Text gebundene Text als Subtext zu diesen Texten zu betrachten ist. Die Arbeit liefert auch einen Beitrag zur Diskussion um die Notationssprache(n).

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3 Terminologische Bestimmungen

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In den Beiträgen zur Notation wird auf mehrere Termini gestoßen wie Notizen­ technik (Becker 1971, Matyssek 1989, Pöchhacker 21999b, Schmitt 21999a, Ah­ rens 2001, Kautz 2002), Notation (Kirchhoff 1979, Matyssek 1989, Andres 2001, 2002a, 2002b, Kautz 2002), Notizen (Min’jar-Beloruchev 1969a, Becker 1971, 1975, Matyssek 1989, Pöchhacker 21999b, Andres 2001, 2002a, 2002b, Kautz 2002), Notizensystem (Becker 1971), Notationssystem (Kirchhoff 1979, Matyssek 1989), Notationssprache (Kirchhoff 1979) Notizennahme (Matyssek 1989, Andres 2002a, 2002b), Notizschrift (Becker 1971), Notizentechniksystem (Matyssek 1989), Notiz (Matyssek 1989), Dolmetschnotation (Kautz 2002), No­ tiersystem (Brzozowska 2005). Diese Vielfalt ist einerseits auf die mehr oder we­ niger differierenden Definitionen der aufgelisteten Begriffe und andererseits dar­ auf zurückzuführen, dass die Autoren oft dieselben Phänomene zwar identisch auffassen, aber anders bezeichnen. Es kommt auch häufig vor, dass die Autoren in einem Beitrag mehrere Bezeichnungen synonymisch gebrauchen. Mit Recht merkte somit Reiß (21983:2) an, dass die Heterogenität der Translatorik, trotz al­ ler Bemühungen um eine konsequente und eindeutige Terminologie u. a. in einer großen Mannigfaltigkeit an Termini resultiert, die in ähnlichen, benachbarten oder auch abgrenzenden Bedeutungen gebraucht werden. Um solch einen Vorwurf zu vermeiden, werden grundsätzlich in der vorlie­ genden Arbeit keine neuen Bezeichnungen eingeführt, sondern es wird nur festge­ legt, wie die bereits vorhandenen Begriffe verstanden werden. Der Terminus Notation wird als Oberbegriff für alle Phänomene verstanden, die mit der piktographisch-schriftlichen Fixierung des AT beim KSD zusam­ menhängen. Die so verstandene Notation umfasst vier Komponenten: • das...

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