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Wissenstransfer durch Deutsch als Fremdsprache

Eine internationale Perspektive

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Anna Lewandowska and Matthias Ballod

Warum lernen Ausländer heute Deutsch? Mit welchen Lernbedingungen sind sie konfrontiert? Welche Standards können sie in ihrer Ausbildung und von der Ausbildung ihrer Lehrkräfte erwarten? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Band aus international vergleichender Perspektive. Sprachlich-kommunikative Kompetenzen sind dabei als Generalschlüssel für den Wissenstransfer zu begreifen: Sprachlicher und fachlicher Wissenstransfer sind zwei gleichrangige Anforderungen bei Zugang, Erwerb und Vermittlung von Wissen, und zwar ganz besonders in verschiedenen interkulturellen Kontexten. Die Beiträge werfen einen Blick auf Bedingungen, Formen und Probleme von DaF-Unterricht und Deutschlehrerausbildung und diskutieren Reformvorschläge. Der Band setzt die verschiedenen Spielarten des Wissenstransfers in eine Beziehung zum Deutschlernen und verankert damit das Thema Wissenstransfer als einen eigenständigen Aspekt in Deutsch als Fremdsprache.

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Grundlagen des Grammatik-Transfers. Zur Standardisierung der grammatischen Terminologie in DaF am Beispiel Konjunktionen

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Alaa Moustafa (Minya, Ägypten/Halle) 0 Einführung in die Problematik Wer daran geht, die deutsche Sprache zu lernen, wird mit zwei großen Proble- men konfrontiert: mit der lexikalischen Fülle des Deutschen und mit seiner un- übersichtlich Regelhaftigkeit. Arbeitet er sich ernsthaft in die Sprache ein und will in der Grammatik „Boden unter die Füße“ bekommen, stößt er auf das Pro- blem unterschiedlicher Terminologien für gleiche sprachliche Erscheinungen. Nun wird es den meisten Deutsch-Lernern reichen, wenn sie sich an der Gram- matik orientieren, die ihr Lehrer benutzt oder empfohlen hat. Will es der wiss- begierige Ausländer oder Germanistikstudent aber genauer wissen und greift zu verschiedenen Grammatiken, beginnt er zu staunen und dann zu (ver-) zweifeln. Grammatiken sind Bücher für Nutzer, die sich im Gebiet der deutschen Sprache kundig machen oder die Auskunft über Zweifelsfälle haben wollen. Das betrifft natürlich Ausländer, aber auch Muttersprachler wie Schüler, Lehrer, Re- dakteure usw. Sie alle wollen verlässliche Aussagen über grammatische Fragen. Was ein Grammatiken-Vergleich jedoch zeigt, sind verwirrende und sogar wi- dersprüchliche Darstellungen sprachlicher Formen und Funktionen. Als ausländischer Germanist mit arabischer Muttersprache habe ich Verwir- rung und Enttäuschung bei Studenten und Lehrern erlebt, die meinten, gescheite Fachleute des Deutschen müssten doch ihre Muttersprache einheitlich(er) beur- teilen. Ich bin diesem „Vorwurf“ in meiner Dissertation nachgegangen. Die Wünsche meiner Kollegen nach einer größeren Einheitlichkeit waren mir Impuls für meine Arbeit, die unter dem Titel „Verl...

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