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Augenblick und Angst

Kierkegaards Zeit- und Existenzauffassung in "Der Begriff Angst</I> und in den Climacus-Schriften

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Zizhen Liu

Was ist der Mensch? Kierkegaard beantwortet diese grundlegende Frage der Anthropologie nicht mehr mit einem bestimmten Wesen, sondern er beschreibt den Menschen durch eine Kernkategorie: Existenz. Mit dieser Kategorie stellt Kierkegaard dar, dass der Mensch in der Relationalität und Temporalität existiert. Um seine Existenzauffassung hermeneutisch zu interpretieren, nimmt die Autorin Augenblick und Angst als Leitfäden und analysiert damit Kierkegaards Existenzauffassung in Der Begriff Angst und in den Climacus-Schriften. Nach Liu gilt Kierkegaards Existenzauffassung als Einwand gegen Hegels Abstraktionsdenken. Sie begründet, dass Kierkegaard eine Unterscheidung zwischen der subjektiven Wahrheit der Religion und der Korrespondenzwahrheit der Wissenschaft vornimmt, wodurch die Autorin einen Dialog zwischen Religion und Philosophie führt. In ihrem letzten Kapitel versucht Liu einen äußerst interessanten potentiellen Kulturdialog zwischen dem Chan-Buddhismus in der chinesischen Kultur und Kierkegaards Existenzauffassung in der westlichen Kultur vorzunehmen.

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Vorwort

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Die vorliegende Untersuchung ist die geringfügig überarbeitete Fassung meiner Dissertation (Dr. phil.), die im Sommersemester 2012 im Fachbereich Evangeli- sche Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main angenommen wurde. Mein Dank gilt an erster Stelle Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Deuser, mei- nem Doktorvater. Er verhalf mir dazu, die Philosophie im 19. Jahrhundert und die systematische Theologie klarer zu begreifen, sowie Kierkegaards Denken aus der Perspektive der Religionsphilosophie zu entdecken und die westliche Kultur als eine lebendige Atmosphäre des Denkens kennenzulernen. Herrn Prof. Dr. Heiko Schulz danke ich für seine Betreuung als Zweitgutachter. In seinen Lehrveranstaltungen lernte ich die Theologiegeschichte des 19. Jahrhunderts sowie Kierkegaards Denken im Ganzen besser zu verstehen und auch meine In- terpretationen wissenschaftlich präziser zu formulieren. Intensive Gespräche mit beiden Gutachtern waren mir sehr hilfreich und haben sich als schöne Erinne- rungen bei mir eingeprägt. Hierbei ist besonders das Café des Gießener Bahn- hofs zu erwähnen, das von uns „Religionsphilosophiescafé“ genannt wurde, weil ich dort Herrn Prof. Deuser regelmäßig über den Fortschritten meiner Arbeit berichtet habe. Für Hilfe bei den Sprachkorrekturen bedanke ich mich bei Herrn Oliver Bertrand. Er war im Rahmen des Tutoriums des Internationalen Promotionspro- gramms (IPP) der Goethe-Universität ein guter und geduldiger Gesprächspartner für mich. Für die Unterstützung des IPPs möchte ich mich bei Herrn Prof. Dr. Markus Wriedt, Herrn Dr. Karsten Schmidt und Herrn Dr. John Cochrane be- danken. Die finanziellen Unterstützungen des...

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