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Die Stiftung

Jahreshefte zum Stiftungswesen- 1. Jahrgang 2007

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Edited By Bernd Andrick, Gerd Hellmig, Axel Janitzki and Karlheinz Muscheler

Der Verein «Fundare e.V., Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens» hat sich zum Ziel gesetzt, zu einer aufblühenden Stiftungskultur in Deutschland beizutragen. Dazu sollen insbesondere die wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen des Stiftens erforscht sowie der Erkenntnis- und Erfahrungsaustausch der im Stiftungswesen Tätigen gefördert werden. Die Zeitschrift «Die Stiftung – Jahreshefte zum Stiftungswesen» dient der Erfüllung dieser Aufgaben. Sie beinhaltet in ihrer ersten Ausgabe vor allem die Vorträge, die am 19.1.2007 auf dem «1. Stiftungsrechtstag an der Ruhr-Universität Bochum» des Fundare e.V. gehalten wurden. Es werden nicht nur alle Facetten des Stiftungsrechts betrachtet, sondern interdisziplinär auch die Psychologie des Stiftens vermittelt.

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Bürgerschaftliches Engagement durch Stiftungen (THOMAS JORBERG)

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Bürgerschaftliches Engagement durch Stiftungen THOMAS JORBERG ' Zwei Wahrnehmungen zum Jahreswechsel führen direkt zu diesem Thema: Der Ausschuss „Bürgerschaftliches Engagement" des Deutschen Bundestages hat sich am 1 3 . Dezember 2006 mit dem neuen Gemeinnützigkeitsrecht beschäf­ tigt. Peer Steinbrück stellte seine 1 0 Maßnahmen zur Stärkung des bürgerschaft­ lichen Engagements vor. In der Jahresschlussausgabe der „Börsenzeitung" war ein Leitartikel in der neuen Rubrik „Markt versus Staat" überschrieben mit: „Das Misstrauen gegenü­ ber dem Kapitalismus wächst". Darin wird beschrieben, dass Umfragen ver­ mehrt eine zunehmende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit dem System der Marktwirtschaft signalisieren. Während sonst in dieser Zeitung eher die Staatsverdrossenheit dargestellt wird, beschrieb dieser Artikel die zunehmende Kritik z.B. gegenüber den großen Finanzinvestoren und der sich ausweitenden „Gerechtigkei tslücke". Dabei ist es längst keine neue Erkenntnis mehr, dass sowohl die staatlichen Systeme als auch das System der kapitalorientierten Marktwirtschaft zunehmend außer Stande sind, die nichtmateriellen Bedürfuisse der Menschen zu befriedi­ gen. In den folgenden drei Lebensbereichen ist weder der Markt noch zuneh­ mend auch der Staat wirklich leistungsfähig: 1 . Kunst, Kultur, philosophisch-religiöse Entwicklung und Bildung 2. Solidarität, soziales Miteinander sowie Gesundheit und Pflege 3 . Pflege und Schutz der Natur. Gerade also bei den Urbedürfuissen unseres menschlichen Lebens nach Natur­ grundlage, sozialem Miteinander und geistig-kultureller Entwicklung nimmt die Leistungsfähigkeit unserer gesellschaftlichen Systeme ab. Auch die Kirchen sind nicht mehr in der Lage, dieses zunehmende Defizit auszugleichen....

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