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Das Selbst im Bild

Eine empirische Studie zum Einsatz von Bildmaterialien zur Förderung von Selbstreflexions- und Selbstveränderungsprozessen im Einzelcoaching

Jasmin Messerschmidt

Das Buch leistet einen Beitrag zur Professionalisierung von Coaching. Die Autorin geht der Frage nach, inwieweit die Betrachtung von Bildmaterialien im Einzelcoaching Selbstreflexions- und Entwicklungsprozesse fördert. In dialogorientierten, leitfadengestützten Experteninterviews berichten Coaches und Klienten über ihre Erfahrungen. Die Analyse zeigt, dass bildhafte Interventionen den Zugang zu Emotionen und impliziten Prozessen sowie Selbstreflexions- und Selbstveränderungsprozesse wirksam unterstützen. Auf Seiten der Klienten bestätigt sich die große Bedeutung von Vertrauen, auf Seiten der Coaches die Notwendigkeit theoriegeleiteten Handelns und professionellen Reflektierens als Wirkfaktoren für gelingende Coaching-Prozesse.

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1. Einleitung

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21 1. Einleitung 1.1 Ausgangssituation Dass Coaching als Beratungsformat auf eine „relativ kurze, doch äußerst erfolg- reiche Entwicklungsgeschichte“ zurückblickt, schreibt Birgmeier (2009, 9) in sei- ner Einleitung. Rauen (vgl. 2003, 1) macht deutlich, dass sich Coaching in den letzten Jahren als effektives Personalentwicklungsinstrument für Führungskräfte auch in Deutschland etabliert hat. Und Fietze (2011, 25) spricht „von einer brei- ten Marktetablierung dieses neuen Beratungsangebotes“. Nach Ansicht von Birgmeier (2009, 9) befindet sich Coaching „aktuell an den Schwellen einer Professionalisierungsstufe“. Er betont die „Notwendigkeit und Möglichkeit einer explizierten Coachingforschung, einer wissenschaftlichen Fundierung, Begründung und Theoriebildung dieser innovativen Begleitungs-, Betreuungs- und Unterstützungsform“ (ebd.). Meuser (2005, zitiert nach Fietze, 2011, 25) postuliert, „dass sich Professionalität durch die Bezugnahme auf wis- senschaftlich begründetes Wissen definiert und legitimiert“. Anhand der deutlichen Zunahme von Publikationen, die sich in seriöser Wei- se mit dem Beratungsformat Coaching auseinandersetzen, beobachtet Fietze (vgl. 2011, 25) eine ernstzunehmende Intensivierung des Wissenschaftsbezugs. „Die Coaching-Forschung als einem eigenständigen Forschungsfeld in der Schnittmenge verschiedener Disziplinen wie der Psychologie, den Erziehungs- wissenschaften, der Betriebswirtschaftslehre, der Linguistik und den Sozial- wissenschaften beginnt sich gerade zu konstituieren“ (Fietze, 2010, zitiert nach ebd.). Hierbei fällt der Wissenschaft eine – in dreifacher Hinsicht – gewinnbrin- gende Orientierungsfunktion (…) für die Professionalisierung von Coaching“ (ebd., 26) zu, die einen wissenschaftlichen Diskurs fördert, das Beratungskonzept Coaching klärt und über empirische Untersuchungen den Nachweis über die Wirksamkeit von Coaching erbringt (vgl. ebd.). Insofern wird sich die vorliegende Studie als ein...

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