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Interne Kapitalmärkte und interne Corporate Governance-Mechanismen

Eine empirische Untersuchung zur Wirkung von Anreizsystemen und Leitungsorganisationsformen auf die Kapitalallokationseffizienz diversifizierter deutscher börsennotierter Unternehmen

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Daniel Fallscheer

Durch geschäftsbereichsübergreifende Kapitalallokationen können diversifizierte Unternehmen Investitionen intern und somit unabhängig vom externen Kapitalmarkt finanzieren. Diese sogenannten internen Kapitalmärkte werden jedoch durchschnittlich ineffizient betrieben. Als eine Ursache werden mehrstufige Prinzipal-Agenten-Konflikte angesehen. Der Autor setzt an dieser Stelle an und untersucht mittels Panelregressionen die Wirkung von internen Corporate Governance-Mechanismen auf die Effizienz interner Kapitalmärkte. Sowohl für wertorientierte Anreizsysteme von Vorständen als auch für personelle Verflechtungen zwischen Vorständen und Geschäftsbereichsleitungen kann er positive Wirkungen auf die Allokationseffizienz nachweisen.

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Kapitel 2 Grundlagen interner Kapitalmärkte

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Kapitel 2 Grundlagen interner KapitalmärNte Für die vorliegende Arbeit sind insbesondere die Begriffe des diversifizier- ten Unternehmens und des internen Kapitalmarkts von zentraler Bedeutung (Abschnitt 2.1). Anschließend werden die theoretischen Erklärungsmodelle für effiziente bzw. ineffiziente interne Kapitalmärkte näher erläutert (Ab- schnitt 2.2). Aufgrund der Problemstellung wird hierbei ein Schwerpunkt auf Modelle gelegt, die auf der Prinzipal-Agenten-Theorie basieren. In der anschließenden Darstellung bisheriger empirischer Untersuchungen liegt der Fokus auf Arbeiten, die die Wirkung von Prinzipal-Agenten-Konflikten auf die Allokationseffizienz untersuchen (Abschnitt 2.3). Diese Eingrenzung erfolgt vor dem Hintergrund der Relevanz für das Untersuchungsmodell.46 Aus den begrifflichen, theoretischen und empirischen Erkenntnissen wird schließlich der konzeptionelle Bezugsrahmen dieser Arbeit entwickelt (Ab- schnitt 2.4). 2.1 Definition zentraler Begriffe 2.1.1 Begriff des diversifizierten Unternehmens Der Begriff des diversifizierten Unternehmens ist in der Literatur nicht ein- heitlich definiert, vielmehr existiert eine Vielzahl verschiedener Definiti- onsansätze.47 Aufgrund potenziell hoher Auswirkungen auf den Untersu- chungsgegenstand und somit auf die empirischen Untersuchungsergebnisse ist es daher erforderlich, den Begriff im Kontext der vorliegenden Arbeit auf Basis bestehender Definitionsansätze herzuleiten und zu erläutern.48 Für die Herleitung des Begriffs des diversifizierten Unternehmens ist der Begriff des Geschäftsbereichs von zentraler Bedeutung.49 Als Synonym für den Begriff des Geschäftsbereichs finden sich in der Literatur auch die Be- griffe Segment, (strategisches) Geschäftsfeld, (strategische) Geschäftsein- 46 Zum Untersuchungsmodell siehe ausführlich Abschnitt 3.4. 47 Vgl. hierzu und für eine Übersicht möglicher Definitionsansätze Rumelt (1974)...

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