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Morphologisch-semantische Modellierung internationaler Fachsprache

Die sicherheitsrelevante Ortungsterminologie der Landverkehrsfachsprache in Deutsch, Englisch und Türkisch

Ayse Yurdakul

Ziel der Autorin ist die Entwicklung einer morphologisch-semantischen Modellierungsmethode zur Klärung semantischer Probleme in einer mehrsprachigen Terminologie (in der sicherheitsrelevanten Ortungsterminologie der Landverkehrsfachsprache in Deutsch, Englisch, Türkisch). Intralinguale Probleme (Synonymie, Polysemie, Homonymie) klärt sie durch einen morphologischen Ansatz und interlinguale Probleme (Äquivalenzprobleme) durch einen semantischen Ansatz (durch Klärung intralingualer Probleme). Folglich entsteht eine konsistente mehrsprachige Terminologie. Aus der Untersuchung resultiert, dass intralinguale Probleme interlinguale Probleme verursachen. Insofern führt ihre Behebung zur Behebung interlingualer Probleme. Ausgenommen von diesem Zusammenhang sind terminologische Lücken.

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5. Übersetzungsorientierte Terminologiearbeit

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In Unterkapitel 4.1 habe ich bereits die mehrsprachige Terminologiearbeit er- wähnt. Diese geht sprachtypologisch vor, sodass das entsprechende Terminologie- system in jeder Gesamtprache einzeln erarbeitet wird. Die übersetzungsorientierte Terminologiearbeit gilt daher als Sonderform der mehrsprachigen Terminologie- arbeit, bei der es nach Albrecht (2005: 284–285) vor allem um die Analyse meh- rerer Terminologien in sprachkontrastiver Perspektive geht. Demzufolge umfasst die übersetzungsorientierte Arbeit den Vergleich von Benennungssystemen und von Terminologiesystemen verschiedener Gesamtsprachen. Sie behandelt daher zwei Ansätze zur Erarbeitung eines mehrsprachigen Terminologiesystems. Auf der einen Seite gibt es den onomasiologischen Ansatz (siehe Unterkapitel 5.3.1), der benennungsorientiert ist. Auf der anderen Seite existiert der semasiologische Ansatz (siehe Unterkapitel 5.3.2), der terminusorientiert ist. In diesem Kapitel definiere ich zuerst die Ausdrücke Übersetzung und Überset- zen, bevor ich in den darauffolgenden Unterkapiteln die diversen Äquivalenzarten nach Koller (2011: 231ff.) und die Methoden des internationalen Terminologie- vergleichs beschreibe. Zuletzt präsentiere ich im vierten Unterkapitel zwei Be- nennungsbildungsarten zur Schließung terminologischer Lücken, aber auch zur Zuordnung einer neuen spezifischen Benennung für eine Definitionsvariante, die einem Polysem untergeordnet ist. Auch für die Umbenennung eines Homonyms eignet sich eine der im letzten Unterkapitel zu präsentierenden Benennungsbil- dunbgsmethoden. 5.1 Übersetzen und Übersetzung Das Übersetzen bezeichnet nach DIN EN 15038 (2006-08) „das schriftliche Über- tragen von Informationen von der Ausgangs- in die Zielsprache“. Eine Übersetzung bedeutet nach Koller (2011: 76) z.B. das Resultat des Übersetzens als Reproduktion eines sprachlichen Ausdrucks (z.B. einer Benennung oder eines Terminus) von der Ausgangssprache in die...

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