Show Less

Nominalphrase in der Sprache des Handelsrechts aus deutsch-polnischer kontrastiver Sicht

Series:

Gabriela Nitka

Die Monographie untersucht die minimalen und erweiterten Nominalphrasen in der deutschen und polnischen Rechtssprache. Nominalphrasen bilden das auffälligste und zugleich das wichtigste Merkmal der rechtssprachlichen Syntax. In den beiden gegenübergestellten Rechtssprachen werden sie aber mit Hilfe unterschiedlicher grammatischer Sprachmittel konstruiert. Die Monographie beschreibt anhand zahlreicher Beispiele diverse Strukturbildungsmechanismen, prä- und postnominale Erweiterungsmöglichkeiten sowie verschiedene Hierarchiebeziehungen zwischen den einzelnen Elementen innerhalb der Nominalphrasen in der deutschen und polnischen Rechtssprache. Bei ihrer Analyse entwickelt die Autorin eine kontrastiv angelegte Strukturbeschreibung der Nominalphrasen in diesen beiden nationalen, normativ geprägten Rechtssprachen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

3. Analyse der Nominalphrasen in der deutschen und der polnischen Handelsrechtssprache

Extract

Nominalphrasen können im Deutschen und im Polnischen aus einem Nomen und einem es begleitendem Determinativ oder einem Pronomen, also aus mini- malen Einheiten bestehen. Sie können aber auch andere in wechselhaften Kom- binationen auftretende Erweiterungselemente enthalten, was dazu führt, dass sie äußerst lange, weit verzweigte und hochkomplexe Formen einnehmen. Den Kern einer Nominalphrase bildet entweder das Nomen oder das Pronomen (vgl. Duden 2009:804, Lewandowski 1994:784). Hervorzuheben in diesem Zusammenhang ist der Umstand, dass das Nomen eine stark strukturierende Funktion hat. Es nimmt nämlich eine Mittelstellung ein und weist den von ihm abhängigen Sprachmitteln entsprechende Positionen zu. Sowohl in der deutschen als auch in der polnischen Sprache unterscheidet man zwischen dem linken und dem rechten Feld einer Nominalphrase (Engel 1999:917). Es sollte hierbei akzentuiert werden, dass die innerhalb einer Nominal- phrase auftretenden Komponenten nicht kongruent sind, d. h. unter dem formal- strukturellen Gesichtspunkt keine parallelen Stellungseigenschaften darstellen, also in den beiden zu vergleichenden Sprachen in unterschiedlichen Positionen vorkommen können. Eine besondere Bedeutung in den in der vorliegenden Ar- beit gegenübergestellten Rechtssprachen kommt den hier intensiv vertretenen komplexen Nominalphrasen zu. Die Erweiterungselemente können nämlich auf- grund der dem Nomen innewohnenden Valenz entsprechend als Komplemente (Ergänzungen) oder Supplemente (Angaben) charakterisiert werden.59 Den Nominalphrasen wird die Kategorie der Terme zugeschrieben, was auf der Satzebene bedeutet, dass sie „als Komplemente eines Verbs auftreten“ (Zifonun 1997:1926). Aufgrund der kategorialgrammatischen Überlegungen werden Terme als Charakteristiken, d. h. als Mengen von Eigenschaften, die...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.