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Constructing Reality / Realität konstruierend

Festschrift in Honor of Prof. Dr. Friedrich Wallner in Celebration of his 70 th Birthday / Festschrift für Prof. Dr. Friedrich Wallner zu Ehren seines 70. Geburtstages

Edited By Nicole Holzenthal

This collection of essays assumes the main thesis of Constructive Realism: reality is created. In this volume, it is constructed by authors from various scientific disciplines and very different cultures. The Festschrift is dedicated to the founder of this philosophical approach, Professor Dr. Friedrich Wallner (University of Vienna), in celebration of his 70 th birthday.
Dieser Sammelband geht von der Hauptthese des Konstruktiven Realismus aus – wir konstruieren Realität. Hier wird sie von Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und sehr unterschiedlichen Kulturen aufgebaut. Dem Gründer des philosophischen Ansatzes Professor Dr. Friedrich Wallner (Universität Wien) ist diese Festschrift anlässlich seines 70. Geburtstags gewidmet.
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Erfinden statt entdecken. Ein Dank der Neuropsychologie an Fritz Wallner

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Mein erster Kontakt mit konstruktivistischen Gedanken reicht weit zurück. Fritz Wallner war damals noch Volksschüler in einer der letzten Klassen, als ich, auch Schüler der letzten Klasse des Amerlinggymnasiums, beim Stöbern in einem Buchantiquariat nahe der Strudelhofstiege auf das Werk Die Philosophie des Als Ob von Hans Vaihinger stieß. Ich war schon allein vom Titel beeindruckt und habe bei der folgenden Lektüre weniger die fiktionalistische Position herausgelesen, als vielmehr eine Bestätigung des damals schon lange in mir kreisenden Gedankens, dass der Begriff „Wirklichkeit“ überdacht werden müsse. Mit der Suche nach einem brauchbaren Weg dahin, die ich nach Studienbeginn intensiver fortsetzte blieb ich allerdings lang ohne Unterstützung. Ich erinnere mich daran, dass ich – schon Mitarbeiter von Rohracher in der Psychologie – einen unserer Ordinarien für Philosophie nach Vaihingers Werk zu befragen suchte. Doch es blieb ein kurzes Gespräch; denn seine Antwort lautete: „Ein bemerkenswertes Buch: Als ob es Philosophie wäre“.

Mit meiner Suche nach der Wirklichkeit blieb ich allein, und sie verlor sogar ein wenig an Gewicht. Denn zu meinem zentralen Arbeitsschwerpunkt wurde damals die Neuropsychologie, die, wie mein Lehrer Hubert Rohracher etwas schwärmerisch zu sagen pflegte, helfen sollte, einen „objektiven Blick ins Erleben“ zu ermöglichen, um „die Barriere des Fremdpsychischen“ überwinden zu können. Das Elektroenzephalogramm schien durch neue technische Entwicklungen dieses Ziel in greifbare Nähe zu rücken. Denn ich brachte, aus dem Physiologischen Institut in Erlangen zurückkehrend, die dort neu...

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