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Constructing Reality / Realität konstruierend

Festschrift in Honor of Prof. Dr. Friedrich Wallner in Celebration of his 70 th Birthday / Festschrift für Prof. Dr. Friedrich Wallner zu Ehren seines 70. Geburtstages

Edited By Nicole Holzenthal

This collection of essays assumes the main thesis of Constructive Realism: reality is created. In this volume, it is constructed by authors from various scientific disciplines and very different cultures. The Festschrift is dedicated to the founder of this philosophical approach, Professor Dr. Friedrich Wallner (University of Vienna), in celebration of his 70 th birthday.
Dieser Sammelband geht von der Hauptthese des Konstruktiven Realismus aus – wir konstruieren Realität. Hier wird sie von Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und sehr unterschiedlichen Kulturen aufgebaut. Dem Gründer des philosophischen Ansatzes Professor Dr. Friedrich Wallner (Universität Wien) ist diese Festschrift anlässlich seines 70. Geburtstags gewidmet.
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Interkulturelle Auseinandersetzung und der Konstruktive Realismus

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1.  Begegnung

Ich habe schon zu Studienzeiten, es muss um 1992–94 gewesen sein, mit meinen Kommilitonen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über die konstruktivistische Unterscheidung zwischen „Wirklichkeit“ und „Realität“ diskutiert, die ja bei Wallner zentral ist. Persönlich bin ich Professor Wallner dann aber erst 1999 als Doktorandin begegnet. Als Stipendiatin des Spanischen Außenministeriums hatte ich in Oviedo (Nordspanien) an der Stiftung Fundación Gustavo Bueno auch u.a. die Aufgabe übernommen, ausländische Professoren zu betreuen. Wallner war eingeladen, an dieser Philosophie-Akademie einen Vortrag über seinen „Konstruktiven Realismus“ zu halten, der ja mit dem dort vertretenen System „Philosophischer Materialismus“ von und um Gustavo Bueno einige Überschneidungen und Berührungspunkte aufweist. Im Anschluss an seinen Vortrag entstand eine interessante polemische Auseinandersetzung. Soweit ich mich daran erinnere, drehte sie sich vor allem um die Kritik am Konstruktiven Realismus, weitgehend im Bereich der Epistemologie zu bleiben, während den Philosophischen Materialisten aus Oviedo eben die erkenntnistheoretische Auseinandersetzung nicht reicht und eine sogenannte „gnoseologische“ Perspektive hinzukommen soll, die von den ganzen Wissenschaftskörpern und ihrer Vielfalt und Mannigfaltigkeit handelt. Das bedeutet, dass dort nicht mehr hauptsächlich das erkennende Subjekt dem zu erkennendem Objekt gegenüber steht, sondern vielmehr sollen Wissensfelder in deren voller Komplexität untersucht werden, in der erkenntnistheoretische nur Teilaspekte darstellen. Sich auf alle möglichen Relationen zwischen Konstruiertem zu konzentrieren, anstatt die Betrachtung auf die Subjekt-Objekt-Verhältnisse zu beschränken, ist eine Forderung, die sich nun im Konstruktiven Realismus allerdings auch findet...

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