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Wirtschaftspolitik im Wandel der Zeit

Festschrift für Reinhard Neck zum 65. Geburtstag

Norbert Wohlgemuth and Dmitri Blüschke

Aus Anlass des 65. Geburtstages von Reinhard Neck im Mai 2016 folgen wir der akademischen Tradition der Veröffentlichung einer Festschrift zu Ehren des Jubilars. Der berufliche Werdegang von Reinhard Neck beginnt mit einer Stelle als Universitätsassistent am Institut für Volkswirtschaftstheorie und -politik der Wirtschaftsuniversität Wien. Nach zahlreichen Stationen ist Reinhard Neck seit 1997 Ordentlicher Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Klagenfurt.

Das Interesse für kontrolltheoretische Fragen im Bereich der Wirtschaftspolitik ist für Reinhard Neck ein wichtiger Begleiter in seinem wissenschaftlichen Leben geworden. Im Laufe der Zeit kamen zahlreiche weitere Themen aus verschiedenen Bereichen der Volkswirtschaftslehre dazu, wie zum Beispiel aus der Spieltheorie, der angewandten Ökonometrie, der Finanzpolitik, aber auch aus anderen Fächern wie der Philosophie und der Soziologie.

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Michael Getzner & Doris A. Behrens - Wirtschaftspolitische Paradigmen in der österreichischen Budgetpolitik:Eine Inhaltsanalyse von Budgetreden in Österreich (1975–2013)

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Michael Getzner & Doris A. Behrens

Wirtschaftspolitische Paradigmen in der österreichischen Budgetpolitik:Eine Inhaltsanalyse von Budgetreden in Österreich (1975–2013)

Abstract: Austrian economic policies were labelled “Austro-Keynesianism” from the 1970s until the mid-1980s. This paper explores whether such concepts have survived in the presentations of the government’s budgets over time, or whether the rhetorics more closely mirror neoclassical approaches.

Keywords: Wirtschaftspolitische Konzeptionen, ökonomische Theorien, Budgetreden, Österreich, Austro-Keynesianismus

1. Einleitung und Hintergrund

Die Entwicklung ökonomischer (wirtschaftspolitischer wie finanzwissenschaftlicher) Theorien in den letzten 40 Jahren auch mit engerem Bezug zur österreichischen Wirtschaftspolitik wurde vielfach beschrieben und dokumentiert (siehe z.B. Seidel, 2005; Neck et al., 2001). Im Wesentlichen laufen die Analysen als auch Erzählstränge darauf hinaus, zu erklären, warum (zumindest in der wirtschaftswissenschaftlichen Diskussion) seit den 1970er Jahren einfache keynesianische Empfehlungen für die Wirtschaftspolitik nicht mehr funktionieren (würden) bzw. nicht mehr angewendet werden (sollen), und wie sich aus der Krise des nach dem zweiten Weltkrieg durchaus erfolgreichen Keynesianismus neue Theoriegebäude entwickelten, die die Notwendigkeit und Wirksamkeit staatlicher Eingriffe in den Wirtschaftskreislauf kritisch untersuchten – bis hin zu Theorien der neuen klassischen Makroökonomik, und andere teilweise als „neoliberal“ bezeichnete Theorien und Politiken (vgl. z.B. Gall, 2013).

Für Österreich wird die Wirtschaftspolitik seit etwa den 1970er Jahren aus konzeptionell-wirtschaftspolitischer Sicht als Periode des „Austro-Keynesianismus“ beschrieben, wobei strittig ist, wie diese Periode genau abzugrenzen ist. Erst mit Beginn der 1970er Jahre können die...

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