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Intertextualität in Julian Schuttings «Gralslicht»

Eine motivhistorische Spurensuche zwischen Wolframs von Eschenbach «Parzival» und Richard Wagners «Parsifal»

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Eva Maria Schulz

Was verbindet Wolframs von Eschenbach Versepos Parzival, Richard Wagners Oper Parsifal und Mozarts/da Pontes Oper Don Giovanni? Alle drei Werke sind wichtige Prätexte für Julian Schuttings Gralslicht, ein idealtypisches Beispiel für gekonntes postmodernes Spiel mit intertextuellen Bezügen. Die Figuren P (Parzival/Parsifal), K (Cundrie/Kundry) und G (Don Giovanni/Gurnemanz) verhandeln darin die Beziehung zwischen Mann und Frau, den Kuss als Versuchung oder Erlösung, die Mitleidsfrage, Schuld, Unterlassung und Wagners Antisemitismus und Misogynie. Neben theoretischen Fragen zu Konzepten, Kriterien, Formen, Bezugsfeldern und -möglichkeiten sowie Funktionen von Intertextualität werden in dieser Studie rund 230 intertextuelle Verweise entschlüsselt und interpretiert.
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3 Der Autor: Biografisches, Positionen zu Wagner

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3  Der Autor: Biografisches, Positionen zu Wagner

Die Oper an sich ist mir widerlich, muss ich schon sagen, sie ist mir wirklich widerlich.

(Julian Schutting über Wagners Parsifal)

Julian Schutting wurde am 25. 10. 1937 als Jutta Maria Franziska Schutting in Amstetten/Niederösterreich geboren. Er absolvierte in Wien die Grafische Lehr- und Versuchsanstalt (Klasse Fotografie) und studierte später an der Universität Wien Geschichte und Germanistik. Seine Dissertation verfasste er über ein rechtshistorisches Thema. Von 1965 bis 1987 unterrichtete er am Technischen Gewerbemuseum Wien (einer Art HTL).

Erste Veröffentlichungen gab es in Literaturzeitschriften; 1973 folgten der Gedichtband In der Sprache der Inseln (Otto Müller) und der Prosaband Baum in O. (Europa Verlag). Ab 1974 finden sich Veröffentlichungen im Residenz Verlag (Salzburg), zu dessen Hausautoren Schutting heute noch zählt; außerdem wurden seine Werke bei Styria (Graz), Droschl (Graz), Jung und Jung (Salzburg) u. a. herausgegeben. 1989 entschied sich Schutting für eine Geschlechtsangleichung, in „Übereinstimmung mit [s]einem lebenslangen Lebensgefühl“, wie er dazu bemerkte. Schuttings Werk umfasst Prosa, Lyrik und sprachphilosophische Abhandlungen. Seit seiner Erstveröffentlichung sind rund fünfzig Werke erschienen. Der Autor ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung und lebt als freier Schriftsteller in Wien.

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