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Die Situation der Schuldnerin im englischen und im deutschen Insolvenzrecht

Eine rechtsvergleichende Untersuchung

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Marcel Streeck

Dieses Buch geht der Frage nach, ob das englische oder das deutsche Insolvenzverfahren aus Sicht des Rechtssubjekts zu bevorzugen ist. Diese Frage und die Wahl des Bezugspunktes beruhen auf den häufig festzustellenden Abhängigkeiten zwischen der Schuldnerin, ihren Gläubigern und den sonstigen am Verfahren beteiligten Personen und der hieraus folgenden Überlegung, dass ein gutes Insolvenzverfahren die Interessen des Rechtssubjekts hinreichend berücksichtigen muss. Der Autor gelangt u. a. zu dem Ergebnis, dass das englische Restschuldbefreiungsverfahren gegenüber der deutschen Regelung zu bevorzugen ist und dass das deutsche Verfahren über die stärkeren insolvenzrechtlichen Werkzeuge verfügt und weniger Risiken für die Schuldnerin birgt.
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C. Situation bis zum Beginn des Insolvenzverfahrens

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C.   Situation bis zum Beginn des Insolvenzverfahrens

Im Folgenden wird die Situation der Schuldnerin bis zu dem Beginn des jeweiligen Insolvenzverfahrens untersucht. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Regelungen in den Verfahren wird klarstellend auf die folgend definierten Umstände für den Verfahrensbeginn abgestellt:

Soweit noch keine Schritte insolvenzrechtlichen Schritte eingeleitet worden sind (Insolvenzantrag, Beschluss über Liquidation oder Administration, Anzeige eines Vergleichsverfahrens), finden in dieser Situation zunächst die allgemeinen Regelungen des Zivilrecht der Vergleichsländer Anwendung. Die Gläubiger der Schuldnerin können daher ihre Forderungen gegen die Schuldnerin titulieren, vollstrecken und oder sich in anderer Weise absichern und Einfluss auf die Schuldnerin nehmen. Die Schuldnerin kann ihrerseits sich mit den Mitteln des allgemeinen Zivilrechts verteidigen und z. B. eine einvernehmliche Lösung suchen. Wird ein Insolvenzverfahren eingeleitet, kann sich bereits hierdurch die Situation der Schuldnerin erheblich ← 89 | 90 → verändern. In den Vergleichsländern können ab Einleitung eines Insolvenzverfahrens sowohl die Rechte der Schuldnerin (z. B. Einschränkung der Verfügungsbefugnis) als auch die Rechte der Gläubiger (z. B. Vollstreckungsverbot) massiv eingeschränkt werden.

Die Situation wird im Folgenden anhand von Vergleichskriterien dargestellt und anschließend verglichen.

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