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700 Jahre Pfarrarchiv Perleberg

Findbuch zum Bestand im Domstiftsarchiv Brandenburg mit einer Edition der nachreformatorischen Stiftungsurkunden

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Edited By Uwe Czubatynski

Dieses Findbuch erschließt mit dem Pfarrarchiv Perleberg einen wertvollen Bestand zur brandenburgischen Landesgeschichte. Die über einen Zeitraum von 700 Jahren erwachsenen Archivalien ermöglichen vielfältige Einblicke in die Stadt- und Kirchengeschichte. Mit insgesamt 140 Urkunden verfügt dieses Pfarrarchiv über eine ungewöhnlich große Anzahl dieser Quellengattung. Ergänzend zu dem systematisch geordneten Findbuch werden daraus 18 Stiftungsurkunden im Volltext veröffentlicht. Sie umfassen den Zeitraum von 1561 bis 1884 und belegen exemplarisch die lutherisch geprägte Frömmigkeit in einer märkischen Kleinstadt. Eine ausführliche Einleitung widmet sich der Geschichte des Archivs. Das gesamte Material wird durch ein Personen- und Ortsregister erschlossen und durch 20 Abbildungen bereichert.
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Das Domstiftsarchiv Brandenburg ist das älteste brandenburgische Archiv: Die von ihm verwahrte Überlieferung reicht mit ihrem ältesten Zeugnis, der Originalurkunde König Ottos I. (des Großen) über die Gründung des Bistums Brandenburg, bis in das Jahr 948 zurück und setzt damit lange vor den Anfängen des Archivs der Markgrafen von Brandenburg im 13. Jahrhundert ein – was insofern nicht verwundert, als das Bistum Brandenburg trotz seines tatsächlichen Unterganges im großen Slawenaufstand von 983 den ideellen Anspruch auf seine Fortexistenz immer aufrechterhielt und daher nur in seine alten Rechte eintrat, als ihm der Aufbau eines deutschen Landesfürstentums östlich der mittleren Elbe, der askanischen Markgrafschaft Brandenburg unter Albrecht dem Bären und seinen Nachfolgern seit der Mitte des 12. Jahrhunderts, die Umsetzung seiner überkommenen Privilegien ermöglichte. Seiner größten Gefährdung entging das Domstiftsarchiv in den Stürmen der kirchlichen Erneuerung des 16. Jahrhunderts, als die Mark Brandenburg zur lutherischen Reformation überging, die kirchliche Organisation vollständig umgestaltet wurde und gemäß der lutherischen Lehre die meisten Klöster und Bistümer aufgelöst wurden. So wurden auch das Bistum Brandenburg und sein Bischofsamt in einer längeren Übergangsphase beseitigt, und vom Archiv der Bischöfe, die seit der Mitte des 14. Jahrhunderts auf der Burg Ziesar residiert hatten, sind nur ganz wenige Bruchstücke zufällig übrig geblieben, wie auch fast alle klösterlichen Archive das Ende ihrer klösterlichen Gemeinschaften nicht überdauerten und allenfalls in kleineren oder größeren Trümmern in...

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