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Das publizistische und literarische Werk Margarita Nelkens

Engagement, Gesellschaftskritik und Genderproblematik

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Manuela Franke

Die Autorin behandelt erstmals umfassend sowohl die Person als auch das Werk der Schriftstellerin und Politikerin Margarita Nelken (1894–1968). Diese fand bislang hauptsächlich aufgrund ihres politischen und sozialen Engagements in der Zweiten Republik Spaniens, im Spanischen Bürgerkrieg und während ihres Exils in Mexiko Beachtung – ihre zahlreichen publizistischen und literarischen Texte blieben dagegen weitgehend unberücksichtigt. Die Autorin untersucht auch bisher unbekannte Texte und stellt die enge Verbindung zwischen den literarisch-künstlerischen und den politischen Schriften Nelkens heraus. Ihr Augenmerk gilt dabei den verschiedenen Formen von Nelkens Kritik an der Gesellschaft und insbesondere an den herrschenden Geschlechterverhältnissen vor und während des Exils.
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5.0 Margarita Nelkens literarische Werke (1923–1939)

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In den Jahren zwischen 1920 und 1939 schreibt Nelken neben den oben bereits thematisierten publizistischen Werken auch literarische Texte. Insbesondere wendet sie sich in dieser Zeit dem Genre der im Spanien der 1920er und 1930er Jahre populär werdenden Novelas Cortas zu.644 Darüberhinaus verfasst sie zwei Romane, die im Folgenden ebenfalls Berücksichtigung finden.

Insbesondere vor dem Hintergrund von Nelkens in Kapitel 2.0 dieser Arbeit dargestellten feministisch-sozialkritischen Grundgedanken und Forderungen ist zu vermuten, dass auch in ihrem literarischen Werk eine Kritik an sozialen Unterdrückungsmechanismen und hegemonialen Machtpraktiken stattfindet, in deren Zentrum insbesondere die Geschlechterrollen stehen. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass Nelkens Schreiben innerhalb eines patriarchal definierten kulturellen Rahmens stattfindet.645 Es gilt anhand einer genauen Analyse der von Nelken inszenierten Bilder von Weiblich- bzw. Männlichkeit zu untersuchen, ob und welchen Einfluss patriarchalische Denkmuster auf die Inszenierung ihrer Figuren haben.

Nelkens literarisches Engagement sowie die hierfür verwendeten literarischen Elemente ihres Schreibens werden in diesem Kapitel durch die Analyse ihrer Literatur im Hinblick auf die Inszenierung von Gender untersucht. In diesem Zusammenhang wird sich zeigen, dass Nelken häufig zu einer Vermischung von Kritik an Politik und Klassengesellschaft mit Fragen der Geschlechterrollen tendiert, sodass eine strikte Trennung dieser beiden Aspekte nicht immer möglich ist. Es werden somit die Komplexität ihrer Argumentation und die für Nelken relevanten Bezugspunkte zwischen Geschlechterrollen und Gesellschaftsstruktur bzw. Politik deutlich, die die Grundlage ihrer Kritik darstellen.

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