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Empraktische Vernunft

Volker Caysa

Im Anschluss an Martin Heidegger, Ernst Bloch, Karl Bühler und Pirmin Stekeler thematisiert der Band eine neue Philosophie der Praxis, die die Heideggersch-Blochsche Existenzialanalyse der Stimmungen mit einer empraktischen Handlungs- und Wissenstheorie verknüpft. Das Empraktische steht gegen die Zivilisationskrankheit der Hyperreflexivität. Wir leiden nicht an einem Übermaß von Selbstbewusstsein, sondern am Übermaß von Reflexivität. Die maßlose Rationalisierung aller Lebensbereiche löst nicht unsere Lebensprobleme, sondern schafft erst neue. Das Empraktische ist das vortheoretische Zurechtkommen in der Welt und ist gekennzeichnet durch eine begriffslose Präzision, durch die wir erfolgreich leben. Eine Philosophie des Empraktischen versucht, eine Theorie zu entwerfen für etwas, was auch ohne Theorie funktioniert.
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Literatur

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Abraham, A./Müller, B. (Hg.): Körperhandeln und Körpererleben: multidisziplinäre Perspektiven auf ein brisantes Feld. Bielefeld 2010.

Ach, J.S./Pollmann, A. (Hg.): no body is perfect. Bielefeld 2006.

Adorno, Th.W.: Philosophie der Musik. In: Ders.: Gesammelte Schriften. Band 12. Frankfurt am Main 1975.

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