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Hybridbildungen und ihre Rezeption unter den deutschen Muttersprachlern

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Anna Dargiewicz

Das Buch ergänzt die Monographie der Autorin über das Phänomen der Hybridbildungen im Gegenwartsdeutschen, in der sie sich dem systematisch-linguistischen Aspekt dieses Phänomens widmete. Hier nun werden die linguistischen Untersuchungen zu sprachlichen Phänomenen aus sozialer Perspektive betrachtet, denn Sprache funktioniert nicht von den Menschen isoliert. Sie wird von ihnen entwickelt und an die bestehenden Verhältnisse angepasst. Die zu diesem Zweck durchgeführte Befragung veranschaulicht, dass die meisten zur Untersuchung ausgewählten deutschen Muttersprachler nicht zu der Gruppe der leidenschaftlichen Sprachpuristen gehören. Vielmehr verstehen sie die Entwicklung der Sprache, die wesentlich vom fremdsprachigen Einfluss angetrieben wird, als einen unaufhaltsamen und kommunikationsfördernden Prozess. Die mit Hilfe des anonymen Fragebogens befragten Personen stehen in überwiegender Zahl den fremden Einflüssen auf die deutsche Sprache offen gegenüber, sofern diese das Verständnis der Äußerung nicht beeinträchtigen.
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Einleitung

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Die in der vorliegenden Studie beschriebenen Untersuchungsergebnisse sind Fortsetzung der Forschung über das Phänomen der Hybridbildungen – auch Mischbindungen genannt – im Deutschen, die mit der Monographie „Fremde Elemente in Wortbildungen des Deutschen: Zu Hybridbildungen in der deutschen Gegenwartssprache am Beispiel einer raumgebundenen Untersuchung in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald“ (Dargiewicz 2013) eingeleitet wurde. Das Ziel dieser Studie bestand darin, das Phänomen der Hybridbildung darzustellen sowie auf die Vielfalt der hybriden Wortbildungen im Gegenwartsdeutschen anhand eines selbständig erstellten Modells hinzuweisen. Die vorliegende Studie ist eine Ergänzungsstudie zu der genannten umfangreichen Monographie. Sie bildet eine ausführliche Beschreibung der Analyse und Auswertung einer Befragung, die das Phänomen der Hybridbildungen in der deutschen Gegenwartssprache zum Inhalt hatte und die unter ausgewählten Gruppen der Einwohner von Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern mithilfe eines Fragbogens durchgeführt wurde.

Das Phänomen der Hybridbildungen kann unter verschiedenen Aspekten untersucht werden. Der systematisch-linguistische Aspekt wurde in der genannten umfangreichen Monographie berücksichtigt, deswegen wird hier – außer einer kurzen theoretischen Einführung in das Untersuchungsproblem im Kapitel 1 – nicht auf die dort präsentierte Systematik sowie andere bereits analysierte Aspekte der Hybridbildungen eingegangen. Ein weiterer Schritt in der Untersuchung, dessen Durchführung und Beschreibung unentbehrlich zur adäquaten und gründlichen Auffassung der Hybridbildungen im Deutschen zu sein scheint, ist die soziale Untersuchung, d. h. die Durchführung einer Befragung unter den Einwohnern des Untersuchungsraumes – in unserem Falle der Stadt Greifswald – mithilfe eines zu diesen Zwecken erstellten Fragebogens. Solch...

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