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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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14 Gruß, Kuss und Geschenk als Austausch fördernde Rituale

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Der Gruß als verbal, gestisch und mimisch zum Ausdruck gebrachtes Signal, das gewöhnlich zwischen einander einzeln oder in kleinerer Zahl begegnenden Menschen ausgetauscht wird, dient zuerst und vor allem der Bekundung friedlicher oder sogar freundlicher Absichten den Begrüßten gegenüber. In weitgehend befriedeten und geordneten Gesellschaften könnte eine solche Funktionsbestimmung des Grußes als abwegig oder überholt erscheinen, da allgemeine Friedfertigkeit zwischen zivilisierten Menschen als Selbstverständlichkeit gilt und das Grüßen Fremder im normalen Fußgängerverkehr meist schon wegen der Menge der Begegnenden (und letztlich einander Übersehenden) ohnehin unterbleibt. Diese Situation ändert sich aber selbst heutigentags schlagartig auf einsamen Wald- oder Spazierwegen, wo auch Fremde einander zumeist grüßen, um eben ihre friedlichen Absichten zu bekunden und damit der begegnenden Person jeden Anlass für einen Konflikt und damit für zeugenlose Gewalttätigkeit in räuberischer oder sexueller Absicht zu nehmen. Kennzeichnend ist in dieser Hinsicht die Beobachtung, dass insbesondere Hunde führende Spaziergänger auf solchen unbelebten Wegen nahezu ohne Ausnahme zuvorkommend grüßen, weil sie wissen, dass ein begleitender Hund von Begegnenden immer als eine Art Waffe gesehen werden kann, die auch nicht immer berechenbar reagiert und mit plötzlichem Knurren, Bellen oder Angriff auf die begegnende Person möglicherweise einen heftigen Konflikt mit dieser herbeiführen könnte, der in jedem Fall zu Unannehmlichkeiten führen würde. Hier dient der vorausgeschickte Gruß der hundeführenden Person, der von dem Begrüßten in aller Regel erwidert wird, zweifellos zugleich als Friedenszeichen...

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