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Paul Gerhardts Kirchenlieder

Eine kognitiv-linguistische Studie

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Ryszard Ziaja

Ryszard Ziaja verweist in dem Band auf beachtliche empirische Möglichkeiten der kognitiven Metapherntheorie im Hinblick auf Kirchenliedtexte. An konkreten Beispielen verdeutlicht er die Leistungskraft sowie die analytischen Grenzen dieses Ansatzes hinsichtlich der gewählten religiös-historischen Textsorte. Die vom Autor vorgenommene Verknüpfung einer postmodernen Analysetheorie kognitiv-linguistischer Art mit der Kirchenliedschöpfung Paul Gerhardts hat ein Rekontextualisierungsmodell historischer Sakraltexte hervorgebracht. Aufgrund des interdisziplinären Charakters ist das Buch für Linguisten, wie für Theologen, Literatur- und Kulturwissenschaftler von Interesse.
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5 Onomasiologisch-kognitiver Metaphernansatz

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5ONOMASIOLOGISCH-KOGNITIVER METAPHERNANSATZ

Das folgende Kapitel setzt sich zum Ziel, den im Rahmen der Analyse verwendeten onomasiologisch-kognitiven Metaphernansatz detaillierter zu explizieren. Demgemäß wird die Onomasiologie erläutert und vom Gegenbegriff der Semasiologie abgegrenzt. Weiterhin wird das Analysekorpus in Bezug auf seine Zusammenstellung charakterisiert. Im Anschluss daran wird die methodologische Vorgehensweise der Analyse veranschaulicht.

5.1ONOMASIOLOGIE VERSUS SEMASIOLOGIE

Onomasiologie und Semasiologie stellen differente Forschungsansätze im Bereich der Bedeutungslehre und Lexikologie dar. Die semasiologische Perspektive geht von der lautlichen Form eines Wortes aus und analysiert die „mit diesem Wort in Verbindung stehenden Bedeutungen oder Objekte“ (Tafreschi 2006: 14; vgl. Lewandowski 1980: 772–773). Die Rolle des Linguisten unter Zuhilfenahme der Semasiologie bezieht sich auf eine Strukturierung der Inhaltsseite eines Sprachzeichens, dessen Ausdruckseite ihm bekannt sei (Wiegand 1970: 255). Dabei werden soziologische, historische und etymologische Aspekte berücksichtigt. Lewandowski charakterisiert die Onomasiologie folgenderweise:

„Bezeichnungslehre, die bei (synchronen und diachronen) lexikologischen Untersuchungen fragt, wie bestimmte Gegenstände und Begriffe (…) zu bestimmten Zeiten von bestimmten Gruppen benannt werden.“ (Lewandowski 1976: 484–485).

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