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Venedig als Bühne

Seine Theatralität in der Literatur

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Friederike Schlemmer

Der Theatralität Venedigs in der Literatur auf den Grund zu gehen, stellt das Ziel dieser Untersuchung dar. Dabei betrachtet die Autorin zuerst die theatrale Disposition der Lagunenstadt aus historischer Perspektive und geht anschließend auf das Phänomen der Theatralität anhand verschiedener Theorien ein. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen lässt sich demnach auf eine spezifisch venezianische Theatralität schließen, aufgrund derer sich Venedig als Bühne konstituiert. Inwiefern sich die geheimnisvolle und verfallende Lagunenstadt sowohl auf der topographischen als auch auf der semantischen Ebene als ein theatrales Faszinosum erweist, und wie sich dieses in der fiktionalen Literatur von der Romantik bis annähernd in die Gegenwart auswirkt, soll hierbei geklärt werden.
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III. Methodischer Teil

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III. Methodischer Teil

Was die allgemeine Erforschung von Theatralität betrifft, erweist sich dieses Vorhaben aufgrund der vielen verschiedenen Ansätze innerhalb der dazu in dieser Arbeit erörterten Theorien als ein so komplexes Vorhaben, dass jenes nur durch eine konsequente Strukturierung von den jeweils relevanten Aspekten umgesetzt werden kann. Dabei geht es aber nicht nur um eine grundlegende Erklärung der in den einzelnen Kapiteln des methodischen Teils zu bearbeitenden Bereiche und Bezugspunkte innerhalb der sich offenbarenden Phänomene von Theatralität, sondern auch darum, dass diese in unterschiedlicher Weise betrachtet werden müssen und zwar je nachdem als ein im Sinne der Verkörperung verstandenes, ein der Sprache innewohnendes oder ein raumkonstituierendes Prinzip. In diesem Sinne wird darauf geachtet, sich ergebende Überschneidungen bewusst hervorzuheben mit dem Zweck, diese auf eine spezifisch venezianische Theatralität zu beziehen und entsprechend zu transformieren. Um jener Absicht möglichst umfassend gerecht zu werden, ist es zunächst notwendig, sich auf zahlreiche Forschungspositionen zu berufen, anhand derer sich mehr oder weniger verschiedene Definitionen des Begriffs von Theatralität, aber auch Übereinstimmungen ergeben, wobei hier mit den Gedanken Neumanns zu einer theatralen Immanenz der Sprache der Anfang gemacht wird.

Dieser erklärt in seiner Einleitung zu dem Band Szenographien80, dass Barthes eben jenen Begriff, welcher bis auf die Antike zurückgeht, dem der Theatralität vorzuziehen scheint, weil er sich zum einen „mit dem Wortfeld der Schrift (…) verknüpft erweist und zugleich den Gestus einer ‚In-Szene-Setzung‘ in sich enthält,...

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