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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Edited By Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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In Schöllschitz

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Unterwegs in der Brünner Sprachinsel

Schöllschitz liegt südwestlich von Brünn, im lieblichen Tal der Obrawa, umgeben von einem Kranz bewaldeter, teils von prächtigen Wein-und Obstgärten bepflanzter Hügellehnen. Auf den hiesigen Obstreichtum weist bereits das Ortssiegel aus dem Jahr 1717 mit Rebmesser und Weintraube hin.

Einst war Schöllschitz eine beliebte Sommerfrische. Der bekannte Brünner Kinderarzt Dr. Weithofer hatte hier seinerzeit ein Sommerhaus mit einem großem Garten, wo kränkliche Kinder, vor allem jedoch schlechte Esser, während der Ferienzeit Erholung fanden.

Heute haben sich die Sommerfrischler bachaufwärts zurückgezogen, und in die romantische Landschaft mit den steilen zerklüfteten Felsgebilden, Ficht-, Kiefern- und Laubwäldern wurden Wochenendhäuschen gebaut.

Die Unberührtheit der Natur hat dabei beträchtlich eingebüßt. Im wohlhabenderen Westen sind es die sogenannten Zweitwohnungen, die in verschiedenen Varianten wie Schwämme aus dem Boden schießen.

Seit 1851 bildet Schöllschitz eine einzige politische Gemeinde. In jenem Jahr wurde der bis dahin dem Olmützer Erzbistum gehörige Ortsteil mit dem, nacheinander dem Dominikanerkloster von St. Anna, dem Religionsfond und schließlich der Herrschaft Blaschowitz gehörigen Ortsteil vereint. Aber im Mittelalter war Schöllschitz, das im Laufe der Jahrhunderte auch Sechwitz, Selsitz, Schellschisz, Želešice oder Žilošic genannt wurde, in der Hand eines einzigen Herren: Ladislaus von Schöllschitz. das wissen wir aus dem Testament des Olmützer Bischofs Bruno. Dieser bestimmte,...

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