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Zeitung als Zeichen

Identität und Mediennutzung nationaler Minderheiten in Deutschland

Swea Starke

Zwei der vier nationalen Minderheiten Deutschlands verfügen über eigene Medien in ihrer jeweiligen Minderheitensprache: die dänische Minderheit sowie das sorbische Volk. Während der dänischen Minderheit lediglich eine Tageszeitung zur Verfügung steht – sie jedoch die Medien des angrenzenden Dänemarks nutzen kann –, können die Sorben auf eine vergleichsweise große Minderheitenmedienlandschaft zugreifen. Erstmals wird untersucht, welche Verbindung zwischen der sozialen Identität als Angehöriger der dänischen bzw. sorbischen Minderheit und der Nutzung von Minderheitenmedien besteht. Mithilfe empirischer Daten untersucht die Autorin die Bedeutung der Minderheitenmedien für diese beiden sehr unterschiedlichen Sprachgruppen und findet bemerkenswerte Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
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5. Ergebnisse

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5.  Ergebnisse

Geschlecht Die Geschlechterverteilung der Stichproben insgesamt ist mit 55 % Frauen und 45 % Männern relativ ausgeglichen. Bei den Sorben überwiegen mit 63 % die Frauen, die dänische Stichprobe teilt sich auf in jeweils 50 %.

Tabelle 5: Geschlechtszugehörigkeit der Stichproben



n = 328, gültig = 315 (96 %), fehlend = 13 (4 %).

Alter

Die Variable Alter wurde anhand von vier Altersgruppen abgefragt. Fast die Hälfte aller Befragten war zwischen 18 und 25 Jahre alt, was durch den relativ hohen Anteil der jungen Befragten von 60 % aus der dänischen Stichprobe zustande kommt. Hier zeigen sich die Auswirkungen der wichtigsten Säule der dänischen Minderheit, dem Schulwesen, und der sehr regen Teilnahme an der Befragung von Klassen der dänischen Minderheitenschulen. Bei den Sorben, wo das minderheitensprachliche Schulwesen keine vergleichbare Rolle spielt,392 sind die meisten Minderheitenangehörigen hingegen über ← 101 | 102 → Vereine und Veranstaltungen zu erreichen. Daher entstammt der größte Anteil der sorbischen Befragten, nämlich 43 %, der mittleren Generation zwischen 41 und 60 Jahren.

Tabelle 6: Altersklassen der Stichproben



n = 328, gültig = 323 (98,5 %), fehlend = 5 (1,5 %)

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