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Vorintegrative Sprachförderung an den Goethe-Instituten in der Türkei

Zur Wirksamkeit vorintegrativer Sprachförderung im Rahmen des Sprachnachweises beim Ehegattennachzug – eine empirische Untersuchung

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Benedikt Döhla

Benedikt Döhla untersucht in seinem Buch die Wirksamkeit der Angebote zur vorintegrativen Sprachförderung an den Goethe-Instituten Ankara, Istanbul und Izmir. Diese wurden ab September 2007 im Zuge der gesetzlichen Einführung des Sprachnachweiserfordernisses beim Ehegattennachzug eingerichtet. Die Erkenntnisse, die der Autor mittels qualitativer und standardisierter Befragungen von Mitarbeitern und (ehemaligen) Nutzern der Angebote gewonnen hat, erlauben ihm fundierte Aussagen zur Zusammensetzung der Teilnehmergruppe, Erwartungen an den Einsatz der erlernten Deutschkenntnisse und deren Gebrauch nach erfolgtem Nachzug. Dabei bewertet die Mehrheit der Befragten die Angebote zur vorintegrativen Sprachförderung in Bezug auf das Deutschlernen sowie die Vorbereitung auf das Leben in Deutschland positiv. Das Buch enthält im Anhang die Fragebögen zur Studie «Sprachkurse und Sprachprüfungen am Goethe-Institut Türkei».
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IV Analyse der politischen Rahmenbedingungen der Einführung und Umsetzung des Sprachnachweiserfordernisses

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Von der ersten Erwähnung in einem Gesetzentwurf bis ins Jahr 2012 war das Sprachnachweiserfordernis, das im Zuge des In-­Kraft-­Tretens des Richtlinien­umsetzungsgesetzes eingeführt wurde, Gegenstand der Aufmerksamkeit von Bundesregierung, Bundestag, Parteien, Vereinen und Verbänden sowie der Berichterstattung. Deren jeweils mit dem Erfordernis in Verbindung stehende Aktivitäten werden in der nachfolgenden Darstellung für den oben genannten Zeitraum in drei Teilen beschrieben.

Im ersten Teil (Das Sprachnachweiserfordernis im Gesetzentwurf in der Diskussion) werden die Aktivitäten der genannten Akteure in der Zeit von Januar 2006, als das Bundesministerium des Inneren den Entwurf für ein Gesetz zur Umsetzung aufenthalts-­ und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union vorlegte, bis zu dessen Beschluss im Bundeskabinett im März 2007, betrachtet. Durch diesen Beschluss wurde der Gesetzentwurf zur weiteren Beratung an Bundestag und Bundesrat verwiesen. Die Aktivitäten der Bundesregierung, des Deutschen Bundestags, der Bundestagsfraktionen und diesbezüglich engagierten Verbände und Vereine in der Zeitspanne zwischen der ersten Behandlung des Gesetzentwurfs in Bundestag und Bundesrat und dem In-­Kraft-­Treten des Richtlinienumsetzungsgesetzes am 28. August 2007 werden im zweiten Teil (Das Sprachnachweiserfordernis im Gesetzentwurf in der Beratung im Deutschen Bundestag und Bundesrat) dargestellt. Auf die Umsetzung des Sprachnachweiserfordernisses gerichtete Aktivitäten der Akteure im Anschluss an das In-­Kraft-­Treten des Gesetzes bis zum 31. Mai 2012 werden im dritten Teil (Die Umsetzung des Sprachnachweiserfordernisses) aufgearbeitet.

Um die Aktivitäten der einzelnen Akteure in den genannten Zeiträumen übersichtlich darstellen zu...

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