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Dritthaftung für Kunstexpertisen und Aufnahmebestätigungen in den Catalogue raisonné

Ein Beitrag zur Expertenhaftung

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Patrick Ehinger

Diese Arbeit setzt sich mit dem Problem der Dritthaftung von Gutachtern am Beispiel fehlerhafter Kunstexpertisen und Aufnahmeentscheidungen in den Catalogue raisonné auseinander. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Voraussetzungen und die Reichweite der Vertrauenshaftung auf der Grundlage von §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2 i.V.m. § 311 Abs. 3 S. 2 BGB. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Bestimmung der Sorgfaltspflichten des Kunstexperten und des Werkverzeichners bei der Begutachtung von Kunstwerken, wobei das komplexe Verhältnis der unterschiedlichen Erkenntnisquellen und Untersuchungsmethoden zueinander analysiert und die Frage der Haftung für verschiedene Fallkonstellationen praxisnah betrachtet wird.
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Kapitel 4. Der Schadensersatzanspruch nach § 280 Abs. 1 i.V.m. §§ 311 Abs. 3 S. 2, 241 Abs. 2 BGB

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Kapitel 4. Der Schadensersatzanspruch nach § 280 Abs. 1 i.V.m. §§ 311 Abs. 3 S. 2, 241 Abs. 2 BGB

Mit § 280 Abs. 1 i.V.m. §§ 311 Abs. 3 S. 2, 241 Abs. 2 BGB als einschlägiger Anspruchsgrundlage der Schadensersatzforderung, rückt der Blick nunmehr auf die einzelnen Tatbestandsvoraussetzungen der Dritthaftung. Vor deren Auslegung soll dabei zunächst ein Überblick über die Struktur und Systematik der Normenkette gegeben werden. Dieser wird ergänzt durch eine Darstellung spezieller Maßgaben, die im Rahmen der Gesetzesauslegung bedeutsam sind. Dazu gehört insbesondere die gesetzgeberische Vorgabe, die Dritthaftung in ihrem Umfang zu begrenzen.

In struktureller Hinsicht verknüpft die Normenkette § 280 Abs. 1 i.V.m. §§ 311 Abs. 3 S. 2, 241 Abs. 2 BGB die Sonderverbindung nach § 311 Abs. 3 BGB mit den Pflichten nach § 241 Abs. 2 BGB und dem entsprechenden schuldrechtlichen Sanktionsmechanismus gemäß §§ 280 Abs. 1, 276, 249 ff. BGB. Erst durch Korrelation dieser einzelnen Rechtssätze bildet sich die Anspruchsgrundlage für einen Schadensersatzanspruch bei Dritthaftungskonstellationen.373

Für die Auslegung der Tatbestände sind mithin drei maßgebliche Prüfungskomplexe von Interesse, nämlich die Frage, wann und unter welchen Voraussetzungen ein Schuldverhältnis im Sinne von § 311 Abs. 3 BGB entstehen kann, welchen konkreten Inhalt die in § 241 Abs. 2 BGB geregelten Pflichten in Gutachterfällen haben und zum Dritten, wann die weiteren Voraussetzungen des Schadensersatzanspruches, also die schuldhaft verursachte Pflichtverletzung nach §§ 280 Abs. 1, 276 BGB sowie deren Rechtsfolgen, vorliegen.

Wie die Regelung...

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